So, 19. November 2017

Salzburg inoffiziell

13.10.2016 20:43

Bald nur mehr ein Chef

Die Entscheidung am Salzburg Airport ist nach langem Hin und Her gefallen: Ein Direktor statt zwei wird schon in naher Zukunft die Geschicke leiten.

Wenn Stadt und Land sich als Eigentümer erfolgreiche Betriebe teilen, sind die einflussreichen Spitzenbesetzungen ein brisantes Thema. Man erinnere sich nur an die Vorstandsneubesetzung in der Salzburg AG. Seit Monaten rangen SPÖ-Bürgermeister Heinz Schaden (die Stadt hält 25% am Flughafen) und ÖVP-Landesvize Christian Stöckl (das Land hält 75%) um die künftig ein- oder zweiköpfig geführte Direktion, seit Donnerstag ist nach der Sitzung der Generalversammlung klar: Nur mehr einer ist der Chef. Der um ein Jahr verlängerte Roland Hermann wird nach der Pensionierung von Karl Heinz Bohl alleiniger Direktor, ihm zur Seite stehen ab dem 1. November vier Prokuristen (Schaden forderte maximal zwei), wobei Rudolf Lipold stellvertretenden Direktor wird. Dazu gesellen sich noch Silvia Holleis (Aviation), Andreas Rösslhuber (Non-Aviation) sowie Christine Bründl (Management Services). Stöckl rechnet vor: "Dieses Geschäftsführungsmodell spart gegenüber dem alten rund 85% an Kosten."

Flughafen ist im Besitz von Stadt und Land Salzburg

Doch viel spannender als die Neuordnung ist in politischen Kreisen die Nachbesetzung von Hermann, der mit aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr verlängert wird. Der erfahrene Pilot und Glücksfall für den Salzburger Flughafen braucht sich um seine Zukunft aber nicht zu sorgen, er hat Angebote vom maroden Flughafen Klagenfurt. Mit seiner Expertise, er ist selbst Kärntner, kann der schwächelnde Airport wieder in die Gänge kommen. Hermann ist ausgewiesener Kenner aller Fluglinien und verfügt über exzellente Kontakte. Eine Eigenschaft, die sein Nachfolger unbedingt braucht. Umso näher liegt es, dass die bisher kolportierten Namen - Glockner-Chef Johannes Hörl oder auch Prokurist Andreas Rösslhuber - nicht zum Zug kommen. Der Posten wird international ausgeschrieben, am liebsten wären den Salzburgern Kaliber aus der Lufthansa oder der Austrian Airlines. Einige Namen schwirren schon durch die Luft . . .

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