Fr, 20. Oktober 2017

Freispruch gefällt

13.10.2016 10:15

Quälte Fiaker-Original (84) die Pferde?

Wurden arme Fiaker-Pferde immer wieder roh gequält? Oder hatte der angeklagte Kutscher (84) nur eine etwas "strengere Hand"? Die Klärung dieser Frage brachte gestern am Landesgericht auch Einblicke in die offenbar heillos zerstrittene Fiaker-Szene in der Landeshauptstadt. Letztlich gab es einen Freispruch.

"Ja, früher war ich oft laut und aggressiv", begründete der 84-Jährige seine 49 (!) Vorstrafen, die erste davon gab es für das Innsbrucker Original bereits 1949. Zu den Vorwürfen: Eine Zeugin hatte gesehen, wie er ein lahmendes Pferd fluchend mit der Peitsche geschlagen hatte. Und auch andere Fiaker bestätigten als Zeugen Schläge, schmerzhaftes Reißen am Mundstück des Pferdes oder einen "nicht gerade zimperlichen" Umgang.

Tierquälerei "nicht klar feststellbar"
Obwohl klar wurde, dass die Fiaker bis hin zu Handgreiflichkeiten verfeindet sind, trug niemand dick auf: Blut habe man bei seinen Pferden nie gesehen. Der Angeklagte verwies unter anderem auf die Amtstierärztin, die bei ihren fast täglichen Spaziergängen mit dem Hund oft am Standplatz vorbei komme - ohne Beanstandungen. Fazit: Weil eine Tierquälerei nicht klar feststellbar war, gab es einen Freispruch.

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