Do, 23. November 2017

Studienergebnis

03.11.2016 07:59

Kinder mit Hund erkranken seltener an Asthma

Mit dem Familienhund spielen, kuscheln, ihn füttern, ihm Geheimnisse anvertrauen - Kindern kann das Zusammenleben mit einem gut erzogenen Hund helfen, sich zu fröhlichen, empathischen und selbstsicheren Menschen zu entwickeln. Wie schwedische Wissenschaftler jetzt festgestellt haben, fördern Hunde nicht nur die soziale und motorische Entwicklung, sondern stärken auch die Gesundheit der Kleinen.

Forscher der Universität Uppsala und des Karolinska Institutes in Stockholm untersuchten, wie wahrscheinlich es ist, dass Kinder mit und ohne einen Hund im Haushalt an Asthma erkranken. Diese ernsthafte chronische Krankheit der Atemwege kann die Lebensqualität der Betroffenen bedeutend einschränken und tritt seit den 1970er-Jahren immer häufiger auf. Experten führen das unter anderem auf gesteigerte Hygiene im Wohnumfeld zurück.

Daten von einer Million Kindern analysiert
Für die Studie wurden anonymisierte Daten von rund einer Million Kindern analysiert, die zwischen 2001 und 2010 geboren wurden. Da in Schweden jeder Bürger eine Identifikationsnummer besitzt, war es möglich, bei den Kindern Faktoren wie Arztbesuche, Diagnosen und auch die Tierhaltung in der Familie zu ermitteln und die Ergebnisse zu verknüpfen. Im Fokus der Analyse stand die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kind mit sechs Jahren an Asthma erkrankt sein wird.

Kinder mit Hund seltener von Asthma betroffen
Das Ergebnis wurde im Fachmagazin "JAMA Pediatrics" (Ausgabe 11-2015) veröffentlicht und ist ein Plädoyer für den Familienhund: "Kinder mit einem Hund im Haushalt erkranken um 15 Prozent seltener an Asthma als Kinder, die ohne Hund in der Familie leben", sagt Dr. Tove Fall von der medizinischen Fakultät der Universität Uppsala. Dieses Fazit bestätigt frühere Studien von deutschen, schweizerischen und finnischen Forschungseinrichtungen, die bereits positive Effekte von Tieren auf das Immunsystem von Kindern gezeigt hatten: Diesen Untersuchungen zufolge sinkt das Risiko für Kinder, die mit einem Hund im Haushalt aufwachsen, Allergien und Atemwegserkrankungen zu entwickeln.

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