Mo, 11. Dezember 2017

Kärnten atmet auf

10.10.2016 12:43

Heta-Angebot angenommen: Insolvenz ist vom Tisch

Das Land Kärnten ist seine Haftungen für die Heta-Anleihen los, womit nun auch eine drohende Insolvenz des Bundeslandes endgültig vom Tisch ist. Die Gläubiger von Heta-Anleihen im Volumen von knapp elf Milliarden Euro hätten mit überwältigender Mehrheit das nachgebesserte Angebot des Bundeslandes akzeptiert, teilte der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF) am Montag mit. 98,71 Prozent nahmen die Offerte an.

Die Vorrang-Gläubiger (Senior Bonds), die im Konkursfall im ersten Rang bedient werden, können nun damit rechnen, ihre Forderungen zu rund 90 Prozent zurückzuerhalten, die Zeichner nachrangiger Papiere zu rund 45 Prozent (Details in den Grafiken unten).

Für Zustimmung war Zweidrittelmehrheit nötig
Bei den Vorrang-Gläubigern, die rund zehn Milliarden Euro der Heta-Anleihen ausmachen, liegt die die Annahmequote laut KAF bei 99,55 Prozent, bei den Nachrang-Gläubigern (eine Milliarde) beträgt sie 89,42 Prozent. Die Einigung in der jahrelangen Auseinandersetzung mit den Geldgebern des ehemaligen Kärntner Geldhauses Hypo Alpe Adria hatte sich abgezeichnet. Kärnten musste über alle Gläubigergruppen eine Zustimmungsquote von zwei Dritteln erreichen, bei den Nachrang-Gläubigern 25 Prozent.

Gläubiger können Anleihen umtauschen
Nach der Bekanntgabe der Annahme des Heta-Angebots veröffentlichte der KAF Montagmittag dann die Bedingungen für die Nullkupon-Anleihen - die im Umtausch für die von den Angeboten umfassten nicht nachrangigen und nachrangigen Schuldtitel angeboten wurden - sowie die Schuldscheindarlehen. Die Anleihen laufen demnach bis 14. Jänner 2032, die Schuldscheindarlehen sind am 28. September 2068 endfällig.

Die Nullkupon-Anleihen werden vom KAF mit einem Gesamtvolumen von 10,30 Milliarden Euro begeben. Die Nullkupon-Schuldscheindarlehen, die im Austausch für die von den Angeboten umfassten nachrangigen Schuldtitel angeboten wurden, werden von der Republik Österreich mit einem Gesamtnominale von 104,59 Millionen Euro begeben.

Weitere Informationen zu den vorläufigen Ergebnissen der Angebote und den neuen Schuldtiteln sind auf der Homepage des KAF unter http://kaerntner-ausgleichszahlungsfonds.gv.at veröffentlicht.

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