Mi, 22. November 2017

Samsung-Imageschaden

10.10.2016 07:54

Nach Feuer & Panik in Jet kommt „Note 7“ vom Markt

Produktionsstopp bei Samsungs Sorgenkind Galaxy Note 7: Nachdem US-Verbraucher Brände auch bei ausgetauschten Geräten gemeldet hatten, entschied das Unternehmen nun, die Herstellung des problembehafteten Smartphones vorerst auszusetzen. Mittlerweile wurden vier Fälle allein in den USA bekannt, in denen ein Ersatzgerät in Flammen aufgegangen sein soll.

Das "Wall Street Journal" berichtete in der Nacht auf Montag unter Berufung auf informierte Personen, Samsung habe die Fertigung vorläufig gestoppt. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap schrieb das auch und nannte den Manager eines Zulieferers als Quelle. Samsung selbst äußerte sich dazu zunächst nicht, wie Yonhap berichtete.

"Bei Sicherheitsrisiko Sofortmaßnahmen ergreifen"
Das Unternehmen hatte in seiner jüngsten Stellungnahme am Sonntag erklärt, man nehme die Verbraucherberichte ernst. "Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, die besagten Fälle zu untersuchen und die Ursache zu ermitteln." Man arbeite dabei eng mit der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC zusammen. "Sollten wir ein Sicherheitsrisiko feststellen, werden wir gemeinsam mit der CPSC geeignete Sofortmaßnahmen ergreifen", sagte ein Sprecher.

Drei Smartphones in der Vorwoche in Flammen aufgegangen
Am Wochenende wurden drei weitere Fälle in den USA bekannt, in denen nach Angaben der Betroffenen Austauschgeräte des Note 7 in Brand gerieten. Eines der Geräte füllte demnach bereits am Dienstag in der Nacht ein Schlafzimmer mit Rauch, am Sonntag soll das wieder passiert sein. Zudem entzündete sich am Freitag ein Telefon in den Händen eines 13-jährigen Mädchens. Am Mittwoch war bereits ein Flugzeug in den USA kurz vor dem Start wegen eines brennenden Note 7 geräumt worden. Auch hier handelte es sich dem Besitzer zufolge um ein Ersatzgerät. Yonhap schrieb, auch in Südkorea und Taiwan habe jeweils ein ausgetauschtes Gerät gebrannt.

Kurzschlüsse durch zu große Akkus?
Nach den Berichten kündigten die Mobilfunk-Betreiber AT&T und T-Mobile US an, keine Note 7 an ihre Kunden mehr auszugeben. Käufer könnte ihre Geräte gegen andere Modelle umtauschen. Früheren Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde zufolge könnte ein Grund für die Probleme beim ursprünglichen Note 7 gewesen sein, dass Akkus etwas zu groß für den Platz im Gehäuse geraten seien und es dadurch beim Einbau zu Kurzschlüssen in den Batterien kommen könne.

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