Do, 23. November 2017

Nach Skandalvideo

09.10.2016 07:58

Jetzt reicht‘s Arnie: Keine Hilfe mehr für Trump

Kaliforniens ehemaliger republikanischer Gouverneur Arnold Schwarzenegger will bei der US-Präsidentschaftswahl am 8. November nicht für Donald Trump stimmen. Es sei das erste Mal seit seiner Einbürgerung im Jahr 1982, dass er einen republikanischen Spitzenkandidaten nicht unterstütze, schrieb der gebürtige Steirer am Samstag auf Twitter. Trump bricht nach der Veröffentlichung eines Skandalvideos die Rückendeckung seiner eigenen Partei weg.

Wie er am 8. November wählen werde, darüber habe er noch nicht entschieden, so Schwarzenegger. Seit seiner Übersiedlung in die USA 1968 sei er ein stolzer Republikaner gewesen, betonte er in der Erklärung. "Aber so stolz ich auch bin, mich als Republikaner bezeichnen zu können, gibt es ein Etikett, das ich stärker als alles andere hochhalte: Amerikaner zu sein."

Es sei sein Anliegen, seine Parteifreunde daran zu erinnern, "dass es nicht nur akzeptabel ist, dein Land über deine Partei zu stellen - es ist deine Pflicht".

Skandalvideo löste Revolte gegen Trump aus
Unterdessen zogen etliche Republikaner ihre Unterstützung für den 70-jährigen Milliardär Trump zurück, darunter der frühere Präsidentschaftskandidat John McCain. Manche forderten Trump sogar dazu auf, auf das Rennen um den Einzug ins Weiße Haus zu verzichten. Nur einen Monat vor der Wahl befindet sich die Partei damit in einer tiefen Krise.

Das Video, das die "Washington Post" am Freitag veröffentlicht hatte, stammt aus dem Jahr 2005. Trump äußert sich darin vulgär über Frauen und brüstet sich mit sexuellen Übergriffen. Die Veröffentlichung schlägt so hohe Wellen, dass sich der Republikaner in der Nacht auf Samstag zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen sah.

Trump: "Null Chancen, dass ich aufgebe"
Doch trotz des massiven Drucks aus den eigenen Reihen hält Trump an seiner Präsidentschaftskandidatur fest. Er werde "niemals aus dem Rennen ausscheiden", es gebe "null Chancen, dass ich aufgebe", sagte er dem "Wall Street Journal". Auf Twitter schrieb er, die Medien und das Establishment wünschten sich inständig, er möge seine Kandidatur beenden. Aber: "Ich werde niemals meine Anhänger im Stich lassen!"

Zugleich kündigte der Immobilienmogul an, zum Gegenangriff übergehen und die sexuellen Ausschweifungen von Bill Clinton ins Zentrum seiner Kampagne rücken zu wollen. Der Ex-Präsident und Ehemann seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton habe Frauen "missbraucht" - und Hillary Clinton habe diese Frauen dann "eingeschüchtert, angegriffen und blamiert", polterte Trump am Samstag.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden