Mo, 20. November 2017

Vor Serbien-Spiel

08.10.2016 16:38

Arnautovic: „Nur Oma und Opa drücken die Daumen“

Für Marko Arnautovic und Aleksandar Dragovic hat die Partie der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation in Belgrad eine besondere Bedeutung. Beide ÖFB-Internationale haben ihre Wurzeln in Serbien, werden aber dennoch alles dafür geben, dass die Österreicher am Sonntag um 20.45 Uhr ein positives Resultat einfahren.

"Es werden Emotionen da sein, denn es geht gegen das Heimatland meiner Familie. Trotzdem gibt es in diesem Spiel so wie in jedem anderen auch nur drei Punkte zu holen", betonte Dragovic. Arnautovic gab am Samstag vor der Abreise nach Belgrad zu: "Das wird für mich kein leichter Abend. Natürlich sind Emotionen dabei, doch ich werde mein Bestes geben", versprach der Stoke-Legionär.

Familie zum Großteil für Serbien
Seine Familienmitglieder blicken dem Duell schon gespannt entgegen, berichtete Arnautovic. "Zum großen Teil werden sie für Serbien sein", vermutete der Wiener. Dragovic befindet sich in einer ähnlichen Situation. "Ich glaube, nur Oma und Opa werden mir die Daumen drücken."

Auf das ÖFB-Duo wartet in Belgrad wohl ein Pfeifkonzert. "Davon gehe ich aus. Trotzdem werde ich nicht respektlos gegenüber den Fans sein", sagte Arnautovic.

Hier krone.tv-Homestory über Marko Arnautovic in seinem Haus nahe Manchester:

Der Offensivspieler müsse so wie Dragovic die zu erwartenden Unmutsäußerungen ausblenden können, forderte Teamchef Marcel Koller. "Es wird wichtig sein, dass sie sich auf sich selbst konzentrieren. Alles andere darf sie nicht beeinflussen."

Dragovic: Kein Jubel bei Treffer
Der Schweizer hofft darauf, dass Arnautovic das Visier ähnlich gut wie gegen Wales eingestellt hat - im Falle eines Torerfolgs würden allerdings Luftsprünge des 27-Jährigen ausbleiben. "Ich würde mich riesig freuen, wenn ich treffe, aber ich würde nicht jubeln", kündigte der Wiener an und lag damit auf einer Wellenlänge mit Dragovic. "Ich würde aus Respekt auf einen Torjubel verzichten, doch ich würde mich innerlich freuen", sagte der Leverkusen-Legionär.

Dragovic kehrt in jenes Stadion zurück, wo er im Juni 2009 sein erstes A-Länderspiel absolvierte. "Das wird immer etwas ganz Besonderes bleiben, doch seither ist viel Zeit vergangen. Ich bin reifer und erwachsener geworden", sagte der Innenverteidiger.

Die Serben sieht Dragovic in der Favoritenrolle. "Wir müssen alles in die Waagschale werfen, damit wir ein gutes Resultat erreichen", erklärte der Wiener.

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