So, 19. November 2017

Nun in Haft

08.10.2016 15:59

Telefonat führte Ermittler zu Bordell-Chef

Wochenlang war der Chef der Bordell-Kette "Pascha" nach seiner Festnahme wegen Steuerhinterziehung in Salzburg auf der Flucht - nun klickten in München die Handschellen. Der Rotlichtkönig war gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden, tauchte dann unter. Zielfahnder spürten den 63-Jährigen jetzt auf.

Bereits im Mai dieses Jahres klickten für Hermann Müller in seiner Wahlheimat Salzburg das erste Mal die Handschellen. Der Vorwurf der deutschen Justiz: Steuerhinterziehung über 1,2 Millionen Euro. "Völliger Unsinn", wie der Chef der Bordellkette "Pascha" - die auch in Linz, Salzburg und Graz ihre Pforten geöffnet hat - bereits damals verkündete. Dennoch: Der 63-Jährige musste 100.000 Euro Kaution bezahlen, um die Zeit bis zum Prozess nicht hinter Gitter verbringen zu müssen. Seinen Reisepass musste er abgeben und sich regelmäßig bei den Behörden in Augsburg melden. Doch dort sei er seit seinem eintägigen Haftaufenthalt in Salzburg kein einziges Mal aufgetaucht.

Und so wurde der "Pascha"-König vor Wochen international zur Fahndung ausgeschrieben. Mit Erfolg: Auf Grund eines Telefonates konnten ihn die deutschen Zielfahnder nun in seinem Haus in München lokalisieren und verhaften.

Sommer-Aktion sorgte für Aufsehen
Schon im Sommer 2015 hatte Hermann Müller in Österreich für Schlagzeilen gesorgt: Im Zuge einer mehrwöchigen "Sommer-Aktion", und vor allem um dem Finanzamt eines auszuwischen, bot er Kunden freien Eintritt, freie Getränke und kostenlosen Sex in seinem Salzburger Standort an.

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