Di, 17. Oktober 2017

"Turbine defekt"

07.10.2016 16:57

Öl-Dämpfe in AUA-Jet: Landung mit Schutzmasken

Ernste Gesichter machten die 126 Passagiere am 1. Oktober auf dem AUA-Flug von Paris nach Wien. Denn während des Sinkfluges stank es in der Kabine plötzlich gewaltig. Wie sich bei einer Untersuchung später zeigte, waren Öl-Rückstände der Hilfsturbine in die Atemluft gelangt. Die Piloten landeten mit Sauerstoffmasken.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Passagiere bei einem AUA-Flug im vergangenen Jahr Öldämpfen ausgesetzt waren - darüber aber nicht informiert wurden, obwohl zahlreiche Wissenschaftler diese Stoffe für hochgiftig halten.

Jetzt kam es an Bord eines Airbus A321 mit 126 Passagieren auf dem Weg von Paris nach Wien erneut zu einem in Fachkreisen als "Fume event" bezeichneten Vorfall. Ein Betroffener: "Es roch muffig und nach verbranntem Öl."

Jet tagelang repariert
Die Piloten im Cockpit legten sicherheitshalber ihre Sauerstoffmasken an, schalteten in niedriger Höhe beide Klimaanlagen aus und aktivierten die Frischluftzufuhr für Notfälle - problemlose Landung. Der Jet selbst allerdings wurde tagelang repariert. Doch laut Betroffenen-Aussagen erfuhren die Reisenden von der AUA zunächst wieder keine Details zu dem Zwischenfall.

Ein AUA-Sprecher erklärte auf Anfrage: "Die Hilfsturbine war defekt. Es fanden sich dort geringe Öl-Rückstände. Wir haben die Turbine daher getauscht." Panik sei fehl am Platz, ergänzte ein Sprecher des Pilotenverbandes ACA, "dennoch muss dieses Thema ernst genommen und weiter untersucht werden".

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