Mo, 20. November 2017

Impfstoff vergriffen

07.10.2016 10:04

Rauschbrand kostete viele Rinder das Leben

Rauschbrand - das ist eine Krankheit speziell bei Kühen, welche die Tiere grauslich verenden lässt und die jeder Bauer, jeder Senner, entsetzlich fürchtet. Heuer ist in der Steiermark eine Rekordzahl an Weidetieren daran verendet, nämlich 102! Weil keine Schutzimpfung zu kriegen war, kritisieren Bauern die Behörden scharf. Der Impfstoff war weltweit vergriffen, argumentieren diese.

Rauschbrand, "das ist ein qualvoller Tod!", schildert Johann Derler, Milchbauer aus der Oststeiermark. "Dabei löst sich die Haut vom Muskel ab, das Tier ist aufgebläht, das sind furchtbare Schmerzen, bis es nach Stunden stirbt." Er macht, "auch im Namen von betroffenen Kollegen", den Behörden Vorwürfe, dass heuer kein Impfstoff zu kriegen war. "Damit hätte man sicher viele der mehr als 100 Kühe retten können."

Impfstoff war angeblich weltweit vergriffen
"Der Impfstoff konnte weltweit nicht geliefert werden", sagt dazu Landesveterinär Peter Wagner. "Uns ist es dann dennoch gelungen, welchen aus Südafrika zu beschaffen." Im Schnitt würden sonst 25.000 Weidetiere in der Steiermark geimpft, heuer waren es im Endeffekt 7000. Allerdings, betont der Fachmann: "Auch die Impfung ist kein 100-prozentiger Schutz!" Auch sonst würden jedes Jahr leider bis zu 80 Tiere auf den Weiden sterben…

Rauschbrand werde von Keimen und Sporen im Boden, die vielfach nach Niederschlägen an die Oberfläche kommen, ausgelöst. Betroffen sei vor allem die Oststeiermark.

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