Sa, 18. November 2017

Kundenschwund

04.10.2016 16:33

70 Unternehmer gegen Demo-Irrsinn in Wiener City

Die Unternehmer der Wiener City haben genug vom Demo-Wahnsinn im Herzen der Stadt. Bereits 70 Betriebe haben sich einer Petition des Traditionscafés Aida angeschlossen. Sie fordern von der Regierung, Kundgebungen nicht mehr in der City, entlang von Tourismus- oder Einkaufsstraßen zu genehmigen.

Die Massenpanik nach türkisch-kurdischen Krawallen brachte das Fass zum Überlaufen. "Es ist keine Ausnahme, dass Touristen mich mit großen Augen anstarren, weil sie nicht verstehen, was in unserer Stadt vorgeht", sagt Thomas Almassy. Seit 90 Jahren steht seine Trafik am Stephansplatz. "Da wird nun dauernd im Herzen von Wien für Anliegen demonstriert, die teilweise 1000 Kilometer entfernt liegen."

Unternehmer: "Auch ich habe Kinder zu ernähren"
Die Unternehmer, die Wiener, die Touristen sind die Kundgebungen leid, weiß er - vor allem die Betriebe, die längst unter Kundenschwund leiden, weil sich die Wiener gar nicht mehr in Kärntner Straße, Graben & Co begeben, sobald sie wieder von Sperren und Demos hören. "Dass die Stadt die Wirtschaft unterstützt, kann mir niemand mehr erzählen. Als Unternehmer muss man für jede Kleinigkeit den Weg über zehn Beamte gehen, um eine Genehmigung zu bekommen. Auch ich habe Kinder zu ernähren", so Almassy.

"Innenstadt verliert ihr Ansehen"
"Es entsteht wirtschaftlicher Schaden. Die Innenstadt verliert ihr Ansehen", heißt es in der Aida-Petition. Demos als Grundrecht stelle niemand in Abrede, aber Wien biete genug geeignete Plätze. 70 große Unterstützer der Petition, von Marionnaud bis Omega sowie Wiener Traditionsbetriebe sind sich einig. "Immer die Ringsperren, immer samstags. Das verursacht Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent", sagt Geschäftsmann Johannes Huber-Pock.

Seit 1901 kaufen Kunden in seinem Papier- und Schreibwarengeschäft Huber & Lerner ein. "Auch unsere Kunden fahren oft gar nicht mehr rein", pflichtet Sascha Schernthaler vom Schönheitssalon La Ric am Stephansplatz bei. "Wir Geschäftsleute sind wütend und grantig. Uns reicht es!"

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