Fr, 15. Dezember 2017

Zu Janko-lastig

04.10.2016 16:03

Hasenhüttl-Kritik an Koller: Kein "Plan B" im Team

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl hat die Personalpolitik von Österreichs Teamchef Marcel Koller in Bezug auf die mangelnde Flexibilität in der Offensive hinterfragt. Dass bei der für die ÖFB-Auswahl schlecht verlaufenen Fußball-EM aufgrund der mangelnden Fitness von Mittelstürmer Marc Janko kein "Plan B" vorhanden gewesen sei, sei ein Problem gewesen, meinte Hasenhüttl am Montagabend auf ServusTV.

"Ich glaube, wenn eine Mannschaft von einem Spieler abhängig ist, ist es ein generelles Problem. Was passiert, wenn der eine oder andere ausfällt. Da habe ich das Gefühl gehabt, dass eine Lösung nicht da war", meinte Hasenhüttl mit Blick auf die Kaderzusammenstellung im Vorfeld der EM.

"Grundsätzliches Problem"
"Eine Mannschaft nur auf elf Spieler zu reduzieren ist ein grundsätzliches Problem", sagte der Steirer, der seit Sommer den deutschen Bundesliga-Aufsteiger trainiert. Janko hatte im April einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich erlitten. Völlig fit war der Basel-Stürmer bei der EM dann nicht. Österreichs Offensive blieb mau, in drei Gruppenspielen gelang nur ein Treffer.

"Sehe in Österreich viele tolle Stürmer"
"Ich sehe in Österreich so viele tolle Stürmer, die in der Lage sind, Tore zu machen. Es kann nicht sein, dass ich mein Wohl und Weh an einem Mann wie Marc Janko aufhängen muss", meinte Hasenhüttl. Auch ohne Janko hätte es Möglichkeiten gegeben, die Offensive schlagkräftig zu machen. "Und wenn es mit einer anderen Grundordnung ist."

ÖFB-Team bei EM unter Wert verkauft
Übrig bleibt, dass sich Österreichs Mannschaft bei der EM laut Hasenhüttl unter dem Wert verkauft habe. Im WM-Qualifikationsspiel gegen den EM-Halbfinalisten Wales am Donnerstag in Wien ergebe sich nun die Möglichkeit, dies gerade zu rücken. "Jetzt können wir zeigen, dass wir gegen eine Mannschaft wie Wales mithalten können. Und das traue ich uns auch zu", betonte Hasenhüttl.

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