Fr, 24. November 2017

Flüchtlingsjobs

04.10.2016 10:19

SPÖ: Sobotka-Vorschlag „obszön“, „nicht produktiv“

Der koalitionäre Streit um eine angemessene Entlohnung von Flüchtlingen für gemeinnützige Tätigkeiten schwelt weiter. Auf den Vorschlag von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP), der am Montag einen Stundenlohn in der Höhe von 2,50 Euro zur Diskussion stellte, haben die beiden SPÖ-Minister Thomas Drozda und Alois Stöger tags darauf ablehnend reagiert. Drozda findet den Vorschlag "obszön", Stöger sagte vor dem Ministerrat, die Idee Sobotkas sei "nicht produktiv".

Sobotka hatte am Montag vorgeschlagen, Asylwerber für gemeinnützige Tätigkeiten möglichst bundeseinheitlich mit 2,50 Euro pro Stunde zu entlohnen, wobei der Höchstverdienst bei 110 Euro pro Monat liegen würde. Die Landesflüchtlingsreferenten wiederum hatten zuvor fünf Euro Stundenlohn vorgeschlagen, bei maximal zehn möglichen Stunden pro Woche.

Sobotka will finanziellen Anreiz gering halten
Das Anliegen des Innenministeriums ist es, einerseits mittels niedrigerem Stundenlohn mehr Arbeitszeit im Monat zusammenzubekommen - das soll zu einer besseren Integration beitragen. Andererseits möchte Sobotka den finanziellen Anreiz für Personen in Tschetschenien, Afghanistan oder afrikanischen Staaten möglichst gering halten.

Mitterlehner: "Kein ideologischer Konflikt"
Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sprach von einer "technischen Frage", wie man den Betrag von der Größe her ansetzt. "Ich sehe da keinen ideologischen Konflikt oder eine Auseinandersetzung zwischen zwei Parteien." Nicht in die Diskussion einsteigen wollte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP): "Ich bin da nicht am Verhandlungstisch, darum mische ich mich da nicht ein."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden