Di, 21. November 2017

Kirobo Mini

04.10.2016 08:34

Robo-Beifahrer für den Getränkehalter kommt 2017

Toyota unternimmt einen neuen Versuch, mit Robotern Kunden außerhalb des klassischen Fahrzeugmarktes anzusprechen. Im kommenden Jahr startet der führende japanische Automobilhersteller in seinem Heimatland den Verkauf des Kirobo Mini, einem Robo-Beifahrer für den Getränkehalter, wie das Unternehmen am Montag in Tokio ankündigte.

Der rund zehn Zentimeter große Begleiter soll die Intelligenz eines Fünfjährigen haben und den Gemütszustand seiner Besitzer am Gesichtsausdruck ablesen können. Er soll 2017 für 39.800 Yen (350 Euro) auf den Markt kommen. Dazu fallen monatliche Abonnementkosten in Höhe von 300 Yen (2,60 Euro) an.

Aufmerksamer Beifahrer
Toyota hatte bereits 2013 mit dem Kirobo einen kleinen sprechenden Roboter vorgestellt, der unter anderem den japanischen Astronauten Koichi Wakata auf die Internationale Raumfahrtstation ISS begleitete. Kirobo war schon in der Lage, menschliche Gesten und Gesichtsausdrücke zu erkennen und darauf zu reagieren. Der Kirobo Mini erkennt nun beispielsweise, ob ein Autofahrer zu forsch unterwegs ist und ruft "Uups!", wenn der Wagen scharf abgebremst wird.

Der Mini-Roboter ist dazu mit einer Kamera, einem Mikrofon und Bluetooth ausgestattet, über das er Verbindung zu einem Smartphone aufnimmt. Der Roboter soll zudem in der Lage sein, menschliche Stimmen zu orten und seinen Kopf zum Sprecher zu drehen. Laut Fuminori Kataoka, dem verantwortliche Manager des Kirobo-Projekts, verfügt der Kirobo Mini allerdings nicht über eine Auffassungsgabe, die man als künstliche Intelligenz beschreiben könne. Der Roboter diene vor allem der emotionalen Verbindungsausnahme.

Suche nach neuen Geschäftsfeldern
Toyota produziert den Kirobo Mini zusammen mit dem Unternehmen Vaio, das aus dem japanischen Elektronikriesen Sony ausgegliedert worden war. In der ehemaligen Sony-Fabrik in der Präfektur Nagano war früher der Roboter-Hund Aibo produziert worden.

Toyota sucht wie andere Automobilkonzerne neue Geschäftsfelder außerhalb des Kerngeschäfts. In Japan werden langfristig sinkende Autoverkäufe prognostiziert, weil die Bevölkerungszahl wegen der Überalterung schrumpft. Außerdem haben viele junge Leute kein Interesse mehr daran, ein eigenes Auto zu kaufen.

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