Fr, 15. Dezember 2017

Tierquälerei

03.10.2016 13:05

Neugeborenes Lamm einfach auf Rastplatz abgelegt

Unbekannte haben auf einem Rastplatz im Bezirk Neunkirchen ein neugeborenes Lamm einfach neben einem Abfallkübel abgelegt. Ein zufällig vorbeikommender Autofahrer entdeckte das arme Tier, nahm sich umgehend seiner an und päppelte es kurzerhand selbst ein wenig auf. Danach brachte er es in den Wiener Tierschutzverein (WTV) zur weiteren Versorgung.

Dort wurde das nur wenige Tage alte Lämmchen eingehend untersucht. Glücklicherweise wurden bis auf Durchfall keine Beschwerden nachgewiesen. Das Tier wurde nun bereits zu einer dem WTV nahestehenden Dame gebracht, die einen Bauernhof betreibt und Erfahrung in der Aufzucht mit Schafen hat. Dort kann sich das Jungtier nun von seinen Strapazen erholen.

Lämmchen ist noch nicht über den Berg
Aufgrund der fehlenden Mutter und dem Stress, den das Lämmchen bereits knapp nach seiner Geburt erleiden musste, besteht aber dennoch das Risiko, dass es nicht überlebt. "Wir halten allerdings sämtliche Daumen gedrückt und bedanken uns sehr herzlich beim Finder sowie der neuen 'Adoptivmama'", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Klappt alles reibungslos, kann das Lämmchen später in kundige Hände vergeben werden.

Schwerwiegender Fall von Tierquälerei
Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass es sich wieder einmal um einen besonders schwerwiegenden Fall von Tierquälerei handelt. "Eine derartige Herzlosigkeit ist höchst verwerflich. Hier in Österreich mit einem dichten Netz von Tierschutzvereinen gibt es auch nicht die geringste Rechtfertigung für solch eine Barbarei. Für Grausamkeiten wie diese sollte bei Ausforschung der Täter wirklich einmal die Höchststrafe von zwei Jahren Gefängnis greifen", so Petrovic.

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