Di, 21. November 2017

Babler in Bedrängnis

02.10.2016 19:00

60.000 Euro Steuergeld für Verein der Partnerin

Der immer wieder in der Bundespolitik auffällige "Flüchtlings-Bürgermeister" von Traiskirchen hat erneut ein Problem: Andreas Babler, auch bekannt durch sein Engagement in der extrem linken SPÖ-Erneuerungsinitiative "Kompass", lässt an den Sozialverein seiner Lebensgefährtin 60.000 Euro Steuergeld überweisen. Babler sieht keine schiefe Optik: "Meine Frau hat persönlich nichts von der Subvention."

Karin Blum, die Obfrau von "Garten der Begegnung - Verein zur Förderung ökosozialen Zusammenlebens", darf sich jetzt über eine hohe Fördersumme aus dem Budget der 18.500-Einwohner-Stadt freuen: 10.000 Euro Steuergeld als Startsubvention und 50.000 Euro Jahressubvention werden überwiesen.

Babler kontert: "Lebensgefährtin macht das ehrenamtlich"
Dass diese hohen Summen fließen, das hat ihr Lebensgefährte, Traiskirchens Bürgermeister, beschlossen. "In den Vereinsstatuten ist auch verankert, dass den Vorstandsmitgliedern Aufwandsentschädigungen erstattet werden können", kritisiert jetzt die FPÖ das "sozialdemokratische Family-Business". Babler kontert: "Karin Blum macht das ehrenamtlich. Und ich bin stolz darauf, was sie macht."

11.800 Euro Monatsgage
Der Bürgermeister von Traiskirchen muss sich heuer aber nicht zum ersten Mal rechtfertigen: So flog Ende März auf, dass er mit einem Zusatzeinkommen als eigener Angestellter im Stadtamt ("Mitarbeiter der Stabsstelle") auf eine Monatsgage von 11.800 Euro kam. Außerdem musste Babler zugeben, dass er sich zu diesem hohen Gehalt in nur einem Jahr noch 18.790,35 Euro an Spesen auszahlen ließ. Und zusätzlich bekommt der "Flüchtlings-Bürgermeister" als Vorstandsmitglied des Wasserleitungsverbandes Triestingtal noch 6000 Euro im Jahr.

"Eine ungustiöse Skandalserie", attackiert der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Christian Höbart den "roten Robin Hood aus Traiskirchen". Und er meint auch: "Interessant, dass ausgerechnet Menschen wie Babler die Bundes-SPÖ reformieren wollen."

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