So, 19. November 2017

Schüler bewusstlos:

30.09.2016 14:59

Wegen Ehre der Schwester: Tschetschene schlug zu

Ein Akt von Zivilcourage brachte Leon S. aus Groß-Siegharts im Waldviertel ins Spital. Der 15-jährige Mittelschüler wollte einen Streit zwischen einem Tschetschenen (22) und seinem Mitschüler (12) beenden und ging dazwischen. Dafür kassierte der junge Held eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen . . .

Unfassbare Szenen spielten sich vor den Türen der Mittelschule in Groß-Siegharts, Bezirk Waidhofen an der Thaya, ab. Ein 22-jähriger Tschetschene, derzeit wohnhaft in Göpfritz an der Wild, sah die Ehre seiner Schwester gefährdet, weil ein zwölfjähriger Bub mit der Gleichaltrigen "anbandelte". Als der Flüchtling den kleinen "Romeo" anschrie und bedrängte, stellte sich Leon S. dazwischen und wollte den Streit schlichten.

Der Ältere schlug Leon ins Gesicht, wodurch der Bub kurz das Bewusstsein verlor und zu Boden ging. Laut Augenzeugen soll der Schläger noch geschrien haben: "Ich würde am liebsten die ganze Schule in die Luft sprengen!"

"Der Täter hatte bestimmt mehr als 100 Kilo. Das ist ein Wahnsinn, dass der brutale Mann noch frei herumlaufen darf", empört sich Mutter Tanja S. Die Schulleiterin nahm die Burschen noch mit zur Aussprache. Für ein Telefonat ließ sie den Schläger laut S. sogar noch unbeaufsichtigt mit den geschockten Opfern zurück: "Mein Sohn musste sogar selbst die Polizei rufen. Nur weil man an der Schule kein großes Aufsehen darum machen will." Der Täter wurde schließlich von zwei Beamten festgenommen. Trotz der belastenden Umstände jedoch kurze Zeit später wieder freigelassen.

Leon S. durfte nach mehreren Behandlungen das Krankenhaus wieder verlassen. Er und sein zwölfjähriger Freund gehen jetzt wieder zur Schule, haben aber nach wie vor Angst.

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