Di, 17. Oktober 2017

Gesundheitsprobleme

30.09.2016 12:00

Vorarlbergs SPÖ-Chef Michael Ritsch tritt zurück

Der langjährige Vorarlberger SPÖ-Landesparteivorsitzende Michael Ritsch hat am Freitag seine Funktion mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Ritsch begründete diese Entscheidung mit seinem gesundheitlichen Zustand. Seine Nachfolge tritt die bisherige Stellvertreterin Gabi Sprickler-Falschlunger an. Klubobmann will der an den Folgen einer Bandscheibenoperation laborierende Ritsch bleiben.

Bei der Operation Ende Juli waren Ritsch zwei Bandscheibenprothesen eingesetzt worden. Der Eingriff sei kompliziert gewesen und erfordere eine "weit längere Genesungsdauer als geplant", sagte der 48-Jährige. "Ich bin aufgrund dieses schweren Eingriffs stark gehandicapt", begründete er seine Entscheidung.

Drei Wochen hatte Ritsch nach der Operation im Krankenhaus verbracht, weitere vier auf Reha. Langes Stehen und Sitzen seien ihm nach wie vor ärztlich untersagt, teilte er mit. Bis die Prothesen vollständig eingewachsen seien, dauere es voraussichtlich noch bis Februar 2017. Deshalb sei es "in den kommenden Monaten nicht mehr möglich, wie bisher bis zu 70 Stunden pro Woche zu arbeiten und die Vielzahl an Aufgaben zu 100 Prozent zu erledigen".

Lob für "sehr erfahrene" Nachfolgerin
Ritsch sprach seiner Nachfolgerin Sprickler-Falschlunger sein volles Vertrauen aus. Mit ihr übernehme eine "sehr erfahrene Politikerin" den Landesparteivorsitz. Die Dornbirner Ärztin wird sich auch beim Parteitag im März 2017 als Kandidatin der Wahl zur Vorsitzenden stellen. Die 60-Jährige tritt damit in die Fußstapfen ihres Vaters Karl Falschlunger, der dieses Amt von 1993 bis 1995 innehatte.

Ritsch selbst will sich künftig auf seine Funktion als SPÖ-Klubobmann und als Bregenzer Sportstadtrat konzentrieren. Im Hypo-Untersuchungsausschuss wird er von Geschäftsführer Reinhold Einwallner als Vorsitzender beerbt. Einen entsprechenden Antrag will der SPÖ-Landtagsklub am Mittwoch einbringen.

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