Mo, 18. Dezember 2017

Täter tarnten sich

30.09.2016 10:21

Mutiger Gastwirt jagte Gauner in die Flucht!

Diese Kriminellen hatten bei ihrem Coup in Bachmanning die Rechnung ohne den Wirt gemacht - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Lokalchef hörte ein Geräusch, sah nach und überraschte zwei Ganoven, die er dann verjagen konnte. In Roitham hingegen hielt ein Nachbar die Einbrecher für arbeitende Monteure.

"Die Polizei fährt lieber einmal umsonst, wenn uns ein Zeuge einen Einbruch meldet. Aber wir können dem Nachbarn keinen Vorwurf machen. Er hat das ja nicht ahnen können", sagt Bruno Guttmann von der Polizeidirektion Oberösterreich. Denn die drei Ganoven haben in Roitham getreu dem Motto "Frechheit siegt" zugeschlagen. Sie parkten am helllichten Tag ihren weißen Kastenwagen beim Einfamilienhaus, stiegen aus, lehnten eine Leiter an die Mauer und kletterten rauf. Ein Nachbar (73) sah dies, dachte aber, dass Monteure arbeiten würden. Dass diese  das Schlafzimmerfenster aufbrachen, die Räumlichkeiten durchsuchten und Bargeld und Schmuck stahlen, konnte der Zeuge nicht sehen. Zum Schluss spazierte das Trio seelenruhig durch die Haustür und fuhr weg. Als die Eigentümer um 14 Uhr heimkamen, entdeckten sie den Einbruch.

Wirt jagte Einbrecher aus Gaststube
Eine Überraschung erlebten hingegen Gauner in Bachmanning: Sie waren ins Restaurant Weinwirt eingebrochen. Doch im ersten Stock saß der Gastwirt Hermann Haberfellner vorm TV-Gerät. "Ich sah gerade ein Tor gegen die Bayern, als ich etwas hörte", erzählt der 64-Jährige - siehe auch unser Interview weiter unten. Der  Wirt sah nach, erblickte zwei Gauner, schrie sie laut an. Da nahmen die Täter Reißaus.

Interview:
"Ich habe gedacht, die Katze will rein", schildert Einbruchsopfer Hermann Haberfellner im Interview mit "Krone"-Redakteur Johannes Nöbauer: Statt seiner vermeintlich ausgesperrten Katze überraschte der Gastwirt allerdings Einbrecher - und verjagte sie.

"Krone": Sie bekamen in Ihrem Lokal ungebetene Gäste.
Hermann Haberfellner: Ich saß vorm  Fernsehgerät, da hörte ich ein Klopfen. Ich dachte, das ist unsere Katze, die ausgesperrt ist und jetzt reinwill. Da ging ich auf die Terrasse.

"Krone": Was passierte dann?
Haberfellner: Als ein Pkw vorbeifuhr, sah ich durch seinen Lichtkegel den Schatten von jemandem, der unten stand und sich versteckte. Dann bemerkte ich, wie sich der Mann auch bewegte.

"Krone": Da ahnten Sie, dass etwas nicht stimmen konnte.
Haberfellber: Ich schrie von der Terrasse  zum Unbekannten hinunter: "Was ist da los? Was machen Sie denn da?"

"Krone": Das schreckte den Ganoven dann plötzlich auf.
Haberfellner: Ja. Er hat einen ausländischen Vornamen zu seinem Komplizen geschrien und lief dann zu Fuß vom Hof in Richtung Parkplatz und zur öffentlichen Straße.

"Krone": Sie alarmierten anschließend gleich die Polizei.
Haberfellner: Die Beamten konnten noch etliche Fußspuren von den Tätern sicherstellen. Sie haben alles durchwühlt, aber keine Beute gemacht, weil sie gestört wurden. Auch haben sie das Blumenkistl vom Fenster auf den Boden gestellt und die Haken entfernt, dass es keinen Lärm gibt.

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