Mi, 13. Dezember 2017

Große Trauerfeier

30.09.2016 16:47

Jerusalem: Die Welt nahm Abschied von Shimon Peres

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen haben am Freitag in Jerusalem Dutzende Spitzenpolitiker aus aller Welt am Begräbnis des verstorbenen israelischen Ex-Präsidenten und zweifachen Ex-Premiers, Friedensnobelpreisträger Shimon Peres, teilgenommen. Österreich war durch Nationalratspräsidentin Doris Bures, Altbundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Sebastian Kurz vertreten.

Laut israelischen Angaben waren mehr als 90 Delegationen aus rund 70 Ländern angereist. Auf dem Nationalfriedhof am Herzl-Berg eingefunden haben sich unter anderem US-Präsident Barack Obama, der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, der französische Staatschef Francois Hollande und der britische Thronfolger Prinz Charles. Ebenso anwesend waren der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas und der ägyptische Außenminister Sameh Shukri.

Netanyahu: "Ein großer Mann für Israel und die Welt"
Israels Premier Benjamin Netanyahu sagte in seiner Traueransprache, Peres sei "ein großer Mann für Israel und für die Welt" gewesen. "Israel trauert und die Welt trauert." Netanyahu hatte vor Beginn der Feier Palästinenserpräsident Abbas die Hand geschüttelt. Abbas, der von Peres' Familie eingeladen worden war, saß bei der Zeremonie in der ersten Reihe.

Obama: Friedensprozess muss fortgesetzt werden
Obama rief bei der Trauerfeier zur Fortsetzung der Friedensbemühungen von Peres auf: "Die Verantwortung liegt in den Händen der nächsten Generation Israels." Peres habe begriffen, dass "die Juden nicht dazu bestimmt sind, über ein anderes Volk zu herrschen. Er hat verstanden, dass Palästinenser als Menschen gleichberechtigt sein und ein Recht zur Selbstbestimmung haben müssen. Ich glaube nicht, dass er naiv war." Peres habe gewusst, dass die Sicherheit Israels von einer Friedensregelung in der Region abhänge.

Nach langer Politkarriere 93-jährig verstorben
Bereits am Donnerstag hatten sich rund 50.000 Israelis an Peres' Sarg, der vor dem Parlament, der Knesset, aufgebahrt war, von dem Staatsmann verabschiedet. Peres war am Mittwoch im Alter von 93 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Er gehörte zur Generation der politischen Gründerväter Israels, war zweimaliger Premier und von 2007 bis 2014 Präsident seines Landes. 1994 hatte er als einer der Förderer des Osloer Abkommens gemeinsam mit dem damaligen israelischen Regierungschef Yitzhak Rabin und Palästinenserführer Yasser Arafat den Friedensnobelpreis bekommen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden