Sa, 25. November 2017

Dach zerstört

30.09.2016 10:23

Bochum: Tote bei Großbrand in Krankenhaus

Bei einem Großbrand in einem Krankenhaus im deutschen Bochum sind in der Nacht auf Freitag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 15 Personen wurden laut offiziellen Angaben verletzt, drei von ihnen schwer. Das Feuer war im sechsten Stock in einem Patientenzimmer der Abteilung zur Behandlung von Infekten ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar.

Einer der beiden Toten sei in dem Zimmer untergebracht gewesen, in dem das Feuer ausgebrochen war, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik, Thomas Schildhauer, Freitagfrüh. Ein weiteres Opfer sei in einem Nachbarzimmer gelegen. Es seien auch bettlägerige Patienten versorgt worden.

Binnen Minuten mehrere Stockwerke in Flammen
Die Flammen breiteten sich innerhalb weniger Minuten aus und griffen vom sechsten Stock auch auf die siebente und achte Etage sowie auf das Dachgeschoß über. Auch die Feuerwehr war von dem Ausmaß überrascht, als sie am Einsatzort eintraf. "Das Brandereignis war viel weiter fortgeschritten, als zu vermuten war", sagte Gottfried Wingler-Scholz von der Bochumer Feuerwehr. Teils sei hinter den Menschen, die sich an Fenstern bemerkbar machten, schon der Feuerschein zu sehen gewesen. Die Feuerwehr rechnete damit, den ganzen Tag über im Einsatz zu sein, um letzte Glutnester zu löschen.

Das Dach des Krankenhauses ist komplett zerstört. Wegen der enormen Hitze des Feuers seien Fenster und Möbel geschmolzen. Mehr als 150 Feuerwehrleute waren am frühen Morgen im Einsatz. Unterstützung kam von Feuerwehren aus Dortmund, Gelsenkirchen und Herne sowie Helfern des Technischen Hilfswerks Bochum. Anrainern wurde empfohlen, wegen der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Patienten verlegt oder vorzeitig nach Hause entlassen
Das Universitätsklinikum Bergmannsheil ist eines der größten Krankenhäuser des Ruhrgebiets. Es hat rund 650 Betten. In dem betroffenen Gebäude waren zuletzt 180 Patienten untergebracht. 100 von ihnen durften vorzeitig nach Hause, um die Lage zu entspannen. 80 Menschen wurden hausintern verlegt.

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