Di, 17. Oktober 2017

"Krone"-Interview

29.09.2016 16:31

Ecclestone: „Wenn ich mich irre, bin ich weg“

Trainingsauftakt in Sepang - wer erzielt am Freitag die erste Bestzeit. Kann Lewis Hamilton gegen WM-Leader Nico Rosberg einen Nadelstich setzen? Können Red Bull oder Sebastian Vettel den "Silberpfeilen" in die Suppe spucken? Bevor es zur Sache geht, sprach Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone noch einmal Klartext.

"Krone": Bernie, Sie waren immer der König der Formel 1, haben immer alles alleine entschieden. Jetzt müssen Sie mit Chase Carey zusammenarbeiten. Wie kann das funktionieren?
Bernie Ecclestone: Nun, das Einzige, was ich in meinem Leben tun "muss", ist, meine Steuern bezahlen! Sonst muss ich gar nichts. Es wird sich  nur dann etwas ändern, wenn ich einmal nicht mehr in der Formel 1 sein will.

"Krone": Was heißt das? Sind Sie überhaupt glücklich mit dem Verkauf an Liberty Media?
Ecclestone: Ja sicher! Es wird einige Veränderungen geben. Carey hat von vielen Dingen Ahnung, von denen ich keine habe. Zum Beispiel kennt er sich mit Fernsehen aus.

"Krone": Können Sie noch andere Beispiele nennen?
Ecclestone: Selbstverständlich. Wir wollen unbedingt in den USA noch bekannter werden. Und dort kennt er sich wirklich aus. Carey ist ein sehr bodenständiger Typ und viel erfahrener als viele vor ihm. Ich habe aber noch keine Ahnung, was er genau für Ideen und Vorstellungen hat.

"Krone": Sie werden jetzt im Oktober 86 Jahre alt. Haben Sie im Zuge des Verkaufs überlegt aufzuhören und das alles weiterzugeben?
Ecclestone: Es gibt doch noch so viel zu tun. Aber wenn ich es nicht mehr schaffe, werde ich aufhören!

"Krone": Sie sollen ja die Geschäfte jetzt zumindest noch drei Jahre weiterführen.
Ecclestone: Moment - erst mal abwarten. Schauen wir mal. Ich habe noch gar keinen bestimmten Zeitraum genannt.

"Krone": Ihr Freund und früherer FIA-Präsident Max Mosley hat gemeint, wenn es Bernie  nicht passt, dann geht er einfach. Auch in einer Nacht- und Nebel-Aktion. Ist das so?
Ecclestone: Nun, dazu kann ich nur sagen: Max kennt mich sehr gut. Gott sei Dank kann ich auch sagen, dass ich auf das Geld nicht mehr angewiesen bin. Und auch auf keinen Job mehr. Aber ich glaube, dass sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln werden. Vielleicht liege ich damit aber auch falsch. Wenn das nicht passiert, dann bin ich weg. Ganz schnell und ganz sicher!

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