So, 22. Oktober 2017

Große Sammlung

29.09.2016 11:34

Gestohlene Geldbörse führte zu Waffenhändlern

Ein simpler Geldtaschendiebstahl Ende Juli in Hallein brachte die Polizei auf die Spur von drei mutmaßlichen Waffen-Händlern. Als Drahtzieher soll dabei eine Frau (41) fungiert haben, die in Tschechien Schlagringe, Messer und Pfeffersprays gekauft hatte. Die Waffen wollte sie dann Gewinn bringend am Bahnhof verkaufen.

Ende Juli schlugen die Frau, ihr 44-jähriger Ehemann aus dem Kosovo und ein 29-jähriger Bekannter in einem Geschäft in Hallein zu, stahlen eine Geldtasche aus einem Einkaufswagen. Ihr Pech: Sie wurden von der Videoüberwachung gefilmt.

Eine gute Stunde später war ihnen die Polizei auf den Fersen, die gestohlene Brieftasche hatte das Trio aber nicht bei sich. Also durchsuchten die Kriminalisten die Wohnung des Ehepaares in Hallein - und kamen auf eine ganz andere Spur: In der Wohnung hatten die beiden mehr als 80 Hieb- und Stichwaffen gebunkert. Darunter 25 Schlagringe, sieben Stahlruten, als Taschenlampe getarnte Elektroschocker, 39 Springmesser mit teils bis zu zehn Zentimeter Klingenlänge, eine Machete sowie einige Pfeffersprays.

Waffenverbot verhängt, Kosovare abgeschoben
Die Waffen will die Frau von einem chinesischen Händler auf einem Markt in Prag (Tschechien) gekauft haben. Der soll ihr gleichzeitig zugesichert haben, die Einfuhr nach Österreich sei völlig legal. Begleitet wurde sie dabei von ihrem Bekannten. Vom Kauf der Waffen will der aber nichts gewusst haben. Die Ware wollte die Frau dann am Hauptbahnhof verkaufen. Denn dort, so sagte sie, gebe es einen starken Bedarf. Beide Verdächtigen wurden angezeigt und ein Waffenverbot verhängt. Das bestand bereits gegen den kosovarischen Ehemann, dazu wurde wegen Suchtgiftdelikte gegen ihn ermittelt. Er wurde daher in seine Heimat abgeschoben.

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