Mo, 20. November 2017

Grundsatzentscheid

27.09.2016 17:58

Veganer zum VfGH: „Keine Jagd in meinem Wald“

Ein klares Nein zur Jagd kommt von einem Kärntner Grundstückseigentümer. Um die Waidmänner aus seinem rund fünf Hektar großen Wald zu verbannen, ging der Betroffene - er lehnt wegen seiner veganen Lebensweise das Weidwerk ab - am Dienstag vor den Verfassungsgerichtshof.

Der Oberkärntner aus dem Bezirk Spittal an der Drau hatte zuerst Beschwerde bei der Bezirkshauptmannschaft sowie beim Landesverwaltungsgericht eingelegt. "Der Mann will die Jagd wegen seiner veganen Lebensweise auf seinem Grundstück verbieten lassen", erklärt Bezirkshauptmann Klaus Brandner. Trotzdem blitzte der Grundeigentümer bisher mit seinem Anliegen ab, weil das Kärntner Jagdgesetz eine Jagdfreistellung aus ethischen Gründen nicht vorsieht.

Jagdfreistellung "mit Kosten verbunden"
In Österreich müssen Grundbesitzer dafür sorgen, dass gejagt wird, denn die Jäger sorgen mit ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung für einen angepassten Wildstand. Nur mit einem Zaun wäre eine Jagdfreistellung "gesetzlich möglich, aber mit Kosten verbunden", so Kärntens Jagdreferent Gernot Darmann, der sich vor einer teilweisen Aufhebung des Gesetzes fürchtet: "Die Auswirkungen wären unabsehbar."

Ein Urteil der Verfassungsrichter gab es Dienstag nicht, das Erkenntnis ergeht schriftlich.

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