Sa, 18. November 2017

Botanischer Garten

26.09.2016 09:16

Breite Front gegen Tiergarten Schönbrunn-Ausbau

Der Zoo Schönbrunn will erweitern und sich dazu den Botanischen Garten - ein Teil des bisher frei zugänglichen Schlossparks - einverleiben. Spaziergänger, Naturliebhaber & Co. müssten dann eine Eintrittskarte um 18,50 Euro kaufen. Tausende Wiener, der Bezirk und nun auch die Welterbeschützer laufen Sturm.

ICOMOS fordert Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) eindringlich auf, "von einer Eingliederung des Botanischen Gartens in den Tiergarten abzusehen". Begründung: Vielen Wienern wäre sonst der "Zugang zum wichtigen Erholungsraum erschwert" oder völlig unzugänglich. Zudem sei das Areal "ein Teil des Gesamtkunstwerks" - wofür Schönbrunn 1996 das UNESCO-Welterbeprädikat erhalten hatte.

Tausende unterschrieben Petition
Es geht nicht nur ums Geld. "Der Zoo hat ja morgens und abends nicht so lange offen wie der Park. Werden zudem Gehege betoniert, wird das für den uralten Baumbestand nicht zuträglich sein", meint Helli Mader-Schwab. Die Hietzingerin hat eine Bürgerpetition ans Parlament verfasst, der Tausende gefolgt sind. Anfang Oktober soll der zuständige Ausschuss im Hohen Haus darüber beraten.

Neben Rupprechter hat Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) bei der Erweiterung das letzte Wort. Ihm untersteht der Zoo. Dem Landwirtschaftsminister der Garten.

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