Mo, 20. November 2017

ÖVP-Landeskongress

24.09.2016 18:12

100 Prozent für Haslauer: „Salzburger Weg gehen“

Mit einer aufwendigen Inszenierung des "Salzburger Weges" lud die ÖVP am Samstag zum Landeskongress: Von Vizekanzler Mitterlehner bis zu EVP-Chef Weber riefen die Schwarzen erneut die politische Mitte aus. Weg mit den Radikalismen, dafür Schutz des Eigentums, der Familie und des europäischen Gedankens.

In rhetorischer Souveränität schwörte Landeshauptmann Wilfried Haslauer die 393 Delegierten auf die nächsten vier Jahre ein: "Weg mit der Bevormundung, her mit dem Hausverstand" - und stellte die Frage: "Warum braucht uns unser Land? Wir sind dazu da, die politische Mitte neu zu definieren. Die Vertrauenskrise in die Politik ist nie größer gewesen als heute. Es gibt eine Entsolidarisierung der Gesellschaft. Salzburg ist da so ein Beispiel. Wann immer was gebaut werden soll, gibt es sofort Widerstand. Man sieht nicht mehr das gemeinsame Ganze."

Trotz hohem Wohlstand gebe es eine Unzufriedenheit in der Gesellschaft. Die Menschen haben Angst vor der Zukunft, vor den weltweit politischen Umbrüchen und der damit verbundenen Hilflosigkeit, vor der Überfremdung und dem Identitätsverlust. Haslauer resümierte durchaus kritisch die vergangenen vier Jahre: 32.000 Mitglieder hat die Salzburger Volkspartei - "Es können wieder mehr werden." Sie stellt in 97 von 119 Gemeinden den Bürgermeister, der Fokus liegt klar auf der Mitgliederwerbung, auf der Stärkung der ländlichen Wirtschaft, das "Ja" zur Stadtbahn und dem Kampf gegen die Wachstumsverhinderer.

Seitenhiebe und Integrationsproblem
Ein paar Seitenhiebe gab es in Richtung FPÖ, SPÖ ("Der Parteiobmann brüstet sich damit, dass er seinen eigenen Parteiobmann in Wien gestürzt hat. Ich weiß nicht, ob das ein Leistungsnachweis ist") und auch auf den grünen Koalitionspartner, der das ländliche Gebiet eher als "Erholungsraum für Städter" sieht, als einen starken Wirtschaftsraum. Als Problem bezeichnete Haslauer den Integrationsunwillen türkischer Familien in Salzburg: "Kinder aus der dritten Generation kommen in den Kindergarten und können kein Wort Deutsch." Den Delegierten gefiel es offenbar: Haslauer wurde mit 100 Prozent als Parteiobmann bestätigt.

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