So, 22. Oktober 2017

USA - Russland

23.09.2016 11:08

„Kalter Krieg im Doping!“ Die Warnung des Experten

Der Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees der USA, Larry Probst, warnt im Anti-Doping-Kampf vor einer Art Kalten Krieg mit Russland und anderen Staaten Osteuropas. Man müsse an der Reparatur des Systems arbeiten und es nicht nur als Problem einer bestimmten Region sehen.

"Wenn wir uns der Unzulänglichkeiten des gegenwärtigen Anti-Doping-Systems annehmen, können wir nicht in eine Haltung wie im Kalten Krieg - wir gegen sie - verfallen", sagte Probst vor der Olympischen Versammlung der USA am Donnerstag (Ortszeit) in Colorado Springs. "Doping im Sport ist nicht einfach nur das Problem eines Landes. Man kann es nicht lösen, wenn man nur ein Team ins Visier nimmt", sagte er.

Probst hatte sich in der Affäre um russisches Doping hinter den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees IOC, Thomas Bach, gestellt. Unter Führung Bachs hatte das IOC einen kompletten Ausschluss des Teams Russlands von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro abgelehnt und eine Einzelfallprüfung für den Start russischer Sportler durchgesetzt.

Systematisches Doping
Kurz vor den Rio-Spielen hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Beweise über systematisches, staatlich gedecktes Doping in Russland bei den Winterspielen 2014 in Sotschi zusammengetragen. Die WADA hatte daraufhin dem IOC empfohlen, das russische Team auszuschließen. Dieser Forderung hatte sich auch der Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), Travis Tygart, angeschlossen.

Probst forderte, dass die WADA mehr Ermittlungsbefugnisse bekommen und in der Lage sein müsse, Strafen zu verhängen. Auch das IOC will in den kommenden Monaten Vorschläge machen, wie Anti-Doping-Maßnahmen verschärft werden können.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).