Mo, 18. Dezember 2017

Lauda & Wolff dafür!

22.09.2016 22:51

Gibt es bald einen Formel-1-GP in New York?

Die Formel E feiert im nächsten Jahr vor der Skyline von Manhattan ihre Premiere. Für Niki Lauda und Toto Wolff ist auch ein Formel-1-GP vor der "Miss Liberty" in New York realistisch!

Die Formel E als Vorreiter für die Formel 1? Mitnichten. Niki Lauda ist zwar kein großer Fan der Elektroflitzer, der Tatsache, dass die von Alejandro Agag geführte Serie im kommenden Juli vor der Skyline von Manhattan rund um den New Yorker Hafen ein Rennen austrägt, kann Österreichs dreifacher Weltmeister natürlich einiges abgewinnen. "Nach New York wollte ja schon Bernie Ecclestone immer wieder, nur sind damals Investoren abgesprungen. Aber klar ist: Die Formel 1 braucht neue Inputs. Daher würde ein Grand Prix in New York von der Marketing-Seite her Sinn machen", sagt Lauda.

Wolff: "Ein GP in New York wäre eine extrem coole Sache"
Auch Toto Wolff, Teamchef bei Mercedes, betrachtet die Möglichkeit eines Rennens im "Big Apple" als sehr wahrscheinlich. "Liberty Media ist als US-Konzern darauf bedacht, der Formel 1 in Amerika mehr Anerkennung zukommen zu lassen. Chase Carey hat ja schon in Singapur klar Stellung bezogen und gesagt, dass man mit der Premium-Marke in die Großstädte an der Ost-und Westküste gehen muss. Und ein Grand Prix in New York wäre natürlich eine extrem coole Sache, persönlich halte ich es auch für ein sehr realistisches Szenario."

Herz des WM-Kalenders ist für Lauda und Wolff Europa
Liberty Media ist der neue Eigentümer der Formel 1, Liberty Global unterstützt die Formel E - eine Symbiose, die nach Zusammenarbeit schreit? "Ich bin mir nicht sicher", sagt ein leicht zynischer Lauda, "ich denke, die Formel E ist wirtschaftlich nicht erfolgreich, aber vielleicht kann man sie im Rahmen eines GP einbauen." Das Herz des WM-Kalenders ist für Lauda und Wolff Europa. Also: Monza, Spa, Monaco, Nürburgring und Silverstone, dazu statt Rennen in den indischen Sümpfen oder arabischen Wüsten nur noch in Glitzermetropolen wie Singapur, New York, Hongkong oder San Francisco?

"Ein Rennen geht noch, dann ist aber der Plafond erreicht"
"Jeder Promotor muss für seinen Grand Prix anständig zahlen, weil sonst ja die Rechnung, zehn Prozent den Shareholdern auszuzahlen und den Teams jenes Geld zu geben, damit sie Rennfahren können, nicht aufgeht", erklärt Lauda. Er glaubt, dass man langfristig nach einem besseren Konzept suchen sollte, man aber auch immer die Hauptmärkte im Blick haben müsse. "Und ich denke, das machen die Amis!" Ähnlich sieht es Wolff. "Der Kalender ist schlicht und einfach voll. Ein zusätzliches Rennen geht noch, dann ist aber der Plafond erreicht. Und wenn dieses Rennen in New York steigt, dann wäre es perfekt."

Wie steht es um die Chancen eines Grand Prix von Wien?
Wie das Amen im Gebet kommt auch alle zehn Jahre wieder mal die Frage nach einem GP von Wien. Bei Hotel Sacher, Schnitzel, Mozart und Sisi müssen die Amis um den neuen Vorstandsvorsitzenden anspringen - oder? "Anspringen werden sie", lacht Lauda und sagt: "Carey wird alles prüfen - ich fürchte nur, wenn es zum Duell New York gegen Wien kommt, wird der Sieger nicht Wien heißen." Und was sagt Wolff? "Wien, ein Rennen auf der Ringstraße wäre genial. Ich würde mich sofort als oberster Botschafter zur Verfügung stellen. Aber ich glaube, da geht die Träumerei doch mit mir durch"

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