Di, 24. Oktober 2017

Erzstift-Rupertifest

22.09.2016 18:52

Bei Kerzenschein nachts in St. Peter

Durch mehr als 1300 Jahre leben und wirken hier die Benediktinermönche. Die Erzabtei St. Peter ist das älteste Kloster im deutschen Sprachraum - mit einer jungen Führung, die auch unkonventionelle Ideen hat. "Zam’Kemma" täglich von 11 bis 18 Uhr im Hof und heute Abend nochmals "Candle-Light" um 21 Uhr.

Die Salzburger lieben ihre Erzabtei. Hier wird getauft, geheiratet, gebeichtet, vergeben, getröstet und auch begraben.Einzigartig ist die Bäckerei, deren Mühlrad durch das Wasser des Almkanals (fließt nach der Abkehr wieder ab heute Nachmittag) betrieben wird. Vor allem Touristen aus Fernost stürmen die Räume mit ihren Handy-Kameras, das Schwarzbrot ist begehrt. Bischof Rupert aus Worms gründete das Kloster im Jahre 696. Vitalis, Virgil und Arno waren bedeutende Äbte, die zunächst auch das Amt des Erzbischofs ausübten. Im Mittelalter besaß St. Peter eine hervorragende Schreibschule, wo die der Abtei angeschlossenen Peters-frauen als Schreiberinnen tätig waren. Mit Erzabt Korbinian (49) und Prior Virgil (34) hat das Kloster eine junge Führung. Korbinian Birnbacher feiert am Samstag (24. September, um 9 Uhr 30) in der Stiftskirche, dann wird in einer Prozession in den Dom gezogen, wo um 10 Uhr der feierliche Gottesdienst zelebriert wird. Die Überstellung der Gebeine des Heiligen Rupert von St. Peter in den Dom anlässlich der ersten Kirchweih am 24. September 774 bildet den Ursprung des Landesfeiertags.

Im Schein der Kerzen Führung durch Kirche
Virgil Steindlmüller begeisterte die Besucher schon am Mittwoch Abend mit seiner "Candle-Light-Führung": Bei Kerzenschein erklärte er die geschichtlichen Höhepunkte und zeigte die bedeutsamen Kunstschätze. Im Friedhof stehen die Katakomben im Mönchsberg von 10 bis 18 Uhr zur Besichtigung offen. Ebenso die Margarethenkapelle.

Soziales Anliegen: Hilfe für Armutsreisende
Ein soziales Anliegen des Priors ist die Hilfe für die Armen: "1167 Kilometer von hier - Leben in Dumbraveni" heißt der Titel der Ausstellung. Sie befasst sich mit den Bettlern aus dem rumänischen Ort, früher die deutsche Elisabethstadt in Siebenbürgen. Prior Virgil befand sich mit einer Salzburger Delegation an Ort und Stelle, um Maßnahmen gegen die Armut zu organisieren und besonders den Kindern zu helfen.Prior Virgil schilderte der "Krone" seine Beobachtungen: "Ich mache die Erfahrung, dass die Besucher im Gehen und Erspüren der Kirche immer ruhiger werden und in eine Ausgeglichenheit hineinkommen, die vielleicht etwas von Gott erahnen lässt. Wir wollen die Salzburger einladen, zu den Quellen des christlichen Lebens und der Geschichte unserer Heimat zu gehen. Zum Feiern gehört Besinnung." Der Geistliche: "Die Besucher machen die Erfahrung, dass sie weitaus mehr von der Stimmung, der Atmosphäre des ,durchbeteten Raumes‘ wahrnehmen, als wenn sie mit dem kunstgeschichtlichen Blick hineingehen."

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