Do, 23. November 2017

Klippenspringer-Gott

22.09.2016 17:33

Orlando Duque: Das ist sein Österreich-Geheimnis!

Show, Nervenkitzel, Leistungssport auf höchstem Niveau - in den Booten sitzen Rettungssanitäter, an Land Zuschauer, die ihren Augen kaum trauen können. Und auf einer kleinen Rampe in fast 30 Metern Höhe steht der "Duke". Der Herzog ist Orlando Duques Spitzname. Er herrscht über die Klippen und Abgründe dieser Welt - und hat eine überraschende Österreich-Vergangenheit…

42 Jahre jung, 13 WM-Titel und zwei Weltrekorde stehen auf der Vita des Kolumbianers. Und er ist nach wie vor der Superstar. Auch in Mostar, wo am Wochenende der letzte Stopp der Red Bull Cliff Diving World Series in Europa stattfindet. "Klippenspringen ist erst Angst und Hass, später Liebe. Der Blick ist nach wie vor angsteinflößend. Dann gehe ich den Sprung im Kopf durch - und alles ist friedlich", so Duque.

Längst ein Nationalheld in Kolumbien
Seit 2009 gibt es den Weltcup, davor arbeitete er als Stuntman. Auch im Safaripark Gänserndorf. Sprünge von einem 25 Meter hohen Kran waren die Hauptattraktion und für den "Oldie" im Feld ein nettes Einkommen. Heute braucht er sich darüber keine Sorgen mehr zu machen. In seiner Heimat ist er längst ein Nationalheld, mittlerweile lebt er auf Hawaii, die Sommermonate trainiert er in der Area47 im Ötztal.

"Jimi Hendrix des Klippenspringens"
In der Szene firmiert er als "Jimi Hendrix des Klippenspringens". Cool, mutig, lange Haare. Und wie das Gitarrengenie hat auch er einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. "Orlando weiß, wie er den Sprung perfekt ins Wasser bringt. Er ist ein Meister im Abschätzen der Höhe", so Österreichs Ex-Turmspringer Niki Stajkovic. Der 57-Jährige ist sportlicher Leiter der WM-Serie. Und Marion Reiff, die ehemalige Synchron-Kollegin von Anja Richter, sitzt in der Jury.

Perfektion ist es, was den "Duke" ausmacht. Und Demut. Nach jedem Sprung. Der Moment des Eintauchens entschädigt für alles. "Dann ist nur noch Stille. Das pure Glück. Ich tauche auf und zittere, unfähig zu sprechen. Es war überwältigend."

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