Sa, 21. Oktober 2017

Schwer verletzt

21.09.2016 10:16

WTV rettete Fuchs aus illegaler Schlingenfalle

Ein Fuchsmännchen, das sich am Friedhof in Ober Sankt Veit in einer illegalen Schlingenfalle aus Draht verfangen und schwer verletzt hatte, musste regelrecht aus dem Zaun geschnitten werden. Das Tier wurde umgehend zur Versorgung in den Wiener Tierschutzverein (WTV) gebracht.

Dort offenbarte sich erst das ganze Ausmaß der Verletzungen: Das völlig erschöpfte Tier wies neben multiplen Abschürfungen und Einschnitten auch mehrere Hämatome an Bauch, Rücken, Schwanz, Geschlechtsorganen und Hinterläufen auf. Wie ein Röntgen ergab, ist auch das rechte Bein unterhalb des Sprunggelenks gebrochen.

Fuchs muss Höllenqualen durchlitten haben
Da sich bereits Parasiten um die Wunden angesammelt hatten, dürfte der Fuchs schon mehrere Stunden ums Überleben gekämpft haben. Die WTV-Tierärztin konnte das Tier schließlich aus der Drahtfalle befreien. Außerdem wurden die Verletzungen versorgt und die Wunden desinfiziert. Die Veterinärin ist sehr optimistisch, dass das Tier wieder vollständig genesen wird.

Tier soll nach Genesung freigelassen werden
Der Fuchs ist mittlerweile im Kleintierhaus des WTV untergebracht. Aufgrund seiner Verletzungen wurden ihm acht Wochen strenge Boxenruhe verordnet. Danach wird er noch für mindestens zwei weitere Wochen beobachtet werden müssen, ehe er wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Schlingenfallen illegal
Schlingenfallen sind in Österreich streng verboten, da sie unfassbare Qualen bei Tieren verursachen. Umso unvorstellbarer ist die Tatsache, dass Menschen eine derartige Barbarei in Kauf nehmen. "All jenen, die diese widerwärtigen Praktiken anwenden, sei gesagt: Tierquälerei wird mittlerweile mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft. Dass dieser Fall ausgerechnet auf einem Friedhof, der eigentlich ein Ort der Besinnung und Friedfertigkeit sein soll, passiert, wiegt doppelt schwer", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

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