Mo, 23. Oktober 2017

Es wird ernst

21.09.2016 08:56

NBA-Hero Pöltl: „Alles ist anstrengender“

Nur noch etwas mehr als ein Monat harte Vorbereitung ist zu absolvieren, ehe für Jakob Pöltl und die Toronto Raptors am 26. Oktober das erste Regular-Season-Spiel der neuen NBA-Saison auf dem Programm steht. Vor etwas mehr als zwei Wochen hat sich das Training für den Wiener nach Toronto verlagert. Nächste Woche beginnt das offizielle Trainings-Camp in Vancouver. Zuvor sinniert Pöltl über die NBA, seinen Trainingsalltag und das österreichische Nationalteam.

Jakob, du bist weiterhin fleißig am Trainieren, hast aber auch Zeit gefunden, bei anderen Sportarten vorbeizuschauen.
Jakob Pöltl: Ja, am vergangenen Wochenende habe ich mir das Beach Volleyball World Tour Final hier in Toronto angesehen. Mich hat Volleyball durch meine Eltern schon immer interessiert, es war ein echt cooles Event und ich habe auch einige Spieler ein wenig kennengelernt. Zuvor hatte ich auch Zeit, ein paar Tage in Salt Lake City zu verbringen und die Utes-Footballer anzufeuern.

Seit mehr als zwei Wochen trainierst du nun in Toronto. Merkt man, dass der Saisonstart immer näher rückt?
Pöltl: Auf jeden Fall! Bis auf die drei Spieler, die an den Olympischen Spielen teilgenommen haben, sind schon alle hier. Wir trainieren jetzt auch bereits unter Head Coach Dwane Casey.

Wie sehen die Trainings aus? Ist der Unterschied zum College groß?
Pöltl: Wir haben in der Früh Krafttraining, 30 bis 45 Minuten Werfen oder Individualtraining und danach rund zwei Stunden Training mit vielen Drills, Offensiv- und Defensiv-Prinzipien und 5-gegen-5. Im Anschluss kommt nochmals Werfen oder Yoga hinzu, dann stehen Regeneration und Mittagessen auf dem Programm. An den Nachmittagen und am Wochenende gibt es kleinere Workouts. Am College waren die Trainings noch länger, aber etwas lockerer, mit mehr theoretischen Inhalten. Hier ist es intensiver, die Spieler sind besser und ich hänge mich wahrscheinlich auch noch um das Eitzerl mehr rein - es ist also definitiv anstrengender.

Worauf wird der Fokus bei dir persönlich gelegt?
Pöltl: Wir haben täglich Krafttraining, das wird automatisch zu einem Schwerpunkt. Auf dem Parkett arbeite ich viel am Wurf aus der Mitteldistanz, an Low-Post-Bewegungen und Pick-and-Roll-Varianten. Da kann man schon erahnen, wie es auch während der Saison aussehen soll.

Am 27. September beginnt das offizielle Training Camp in Vancouver, wo am 1. Oktober auch das erste Preseason-Spiel gegen die Golden State Warriors stattfindet.
Pöltl: Der Ablauf wird ähnlich sein wie jetzt, dann aber zweimal am Tag. Dementsprechend anstrengend wird es werden. Ich freue mich trotzdem schon darauf - insbesondere natürlich auf das erste Preseason-Spiel. Das ist der nächste Schritt für mich und mit den Warriors haben wir gleich einen Top-Gegner. Wir bleiben auch danach noch etwas im Westen und bestreiten weitere Spiele in Calgary gegen Denver und in Los Angeles gegen die Clippers. Ich bin schon sehr gespannt, was auf mich wartet.

Das österreichische Nationalteam hat die Qualifikation für die EM 2017 leider verpasst.
Pölt: Ich habe die Spiele via Live-Stats verfolgt und auch die Video-Highlights angesehen. Das Team hat sehr gut begonnen und in den Niederlanden gewonnen, dann aber gegen Deutschland auf bittere Weise als eigentlich bessere Mannschaft verloren. Danach ist es einfach nicht mehr gelaufen. Das ist sehr schade, eine EM-Teilnahme wäre eine coole Sache und ein großer Erfolg gewesen. Ich hoffe, dass ich das Team bald wieder unterstützen kann.

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