Mi, 13. Dezember 2017

Skandal bei Rettern

20.09.2016 23:14

Rotkreuz-Kommandant belästigte Sanitäterin!

Die Wogen gingen hoch beim Roten Kreuz, nachdem die "Krone" am Dienstag berichtete, dass das Dienstverhältnis des Landesrettungskommandanten wegen der sexuellen Belästigung einer Mitarbeiterin aufgelöst worden war. "Einvernehmlich", wie der Präsident am Dienstag betonte. Das Opfer, eine freiwillige Sanitäterin, ist nicht mehr beim Roten Kreuz tätig, zog in ein anderes Bundesland.

Was genau zwischen dem früheren Landesrettungskommandanten Christoph Patzalt und der freiwilligen Sanitäterin vorgefallen ist, wird verschwiegen. Fest steht, dass die Frau ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Roten Kreuz aufgab und in ein anderes Bundesland zog, die sexuelle Belästigung aber zuvor meldete. Der Vorfall liegt bereits mehrere Wochen zurück. "Wir haben binnen drei Stunden reagiert, erst eine fristlose Kündigung überlegt. In Gesprächen einigten wir uns dann auf eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses, denn wir wollen sicher nichts unter den Tisch kehren, aber Patzalt war auch ein langjähriger und äußerst qualifizierter Mitarbeiter", sagt Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Aber: "Bei Führungskräften setze ich einen höheren Maßstab an als bei anderen Mitarbeitern, und da darf so etwas nicht vorkommen, auch wenn der Vorfall unterschiedlich beurteilt wurde", begründete Aichinger die Entscheidung.

Opfer verzichtete auf Anzeige bei der Polizei
Arbeitsrechtliche Folgen wird der Fall keine haben, bisher hat das Opfer keine Anzeige bei der Polizei erstattet. Patzalt selbst war für eine Stellungnahme am Montag nicht erreichbar. Fixiert wurde Reinhard Schmidt als neuer Landesrettungskommandant in Oberösterreich - er war bisher Vize-Kommandant und bleibt auch Landespflegedirektor. Die Agenden, die im Aufgabenbereich Patzalts lagen, werden noch aufgeteilt.

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