Sa, 16. Dezember 2017

Hirntumor erlegen

20.09.2016 09:00

Junge Britin stirbt nur einen Tag vor Hochzeit

Manche Schicksale, die das Leben mit sich bringt, sind derart schwer, dass man sie einfach nicht begreifen kann. So berührt derzeit auch die Geschichte einer jungen Britin die Welt: Die 25-jährige Anna Swabey verlor nach zwei Jahren den Kampf gegen einen Gehirntumor - und das nur einen Tag bevor sie ihre große Liebe heiraten wollte.

Mit nur 23 Jahren erkrankte Anna schwer. Doch sie entschied sich dazu, dem Gehirntumor nicht ihr Leben zu überlassen, sondern mit aller Kraft dagegen anzukämpfen. Sie startete einen Blog, auf dem sie die Menschen an ihrem Schicksal teilhaben ließ und Spenden für Tumorforschung sammelte. Bis heute kamen so fast 70.000 Pfund (rund 81.700 Euro) zusammen.

Große Liebe über Dating-App kennengelernt
Obwohl die Krankheit Annas Alltag prägte, wollte sie so lange wie möglich ein "normales" Leben führen. Und so meldete sie sich auch bei einer Dating-App an. Nur kurz nachdem sie die schwere Diagnose erhielt, lernte sie Andy kennen. Sie klärte den jungen Mann über ihr Schicksal auf, doch dieser ließ sich davon nicht abschrecken. Die beiden verliebten sich ineinander, bald folgte der Heiratsantrag.

Am 17. September dieses Jahres sollte Annas großer Tag sein. Doch der Zustand der jungen Britin hatte sich seit Ende August massiv verschlechtert. Die 25-Jährige wurde immer schwächer und konnte sich von den Strapazen der Krankheit nicht mehr erholen. Nur einen Tag vor ihrer Hochzeit schloss Anna für immer die Augen.

"Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr unsere Herzen gebrochen sind", schreibt die Schwester der Verstorbenen auf Facebook. "Aber neben unserer Traurigkeit sind wir so stolz auf ihren Mut, ihren Geist und ihre Entschlossenheit, die sie durchwegs während ihrer Krankheit zeigte. Wenn es jemals einen Mensch gab, der uns zeigte, wie man leben soll, dann war es Anna Louise Swabey, unser hübsches, mutiges Mädchen."

Keine düstere Trauerfeier für Anna
Am Freitag findet Annas Beerdigung statt. Sie wollte nicht, dass dies eine düstere Angelegenheit wird, erklärt ihre Schwester auf Facebook. Niemand solle daher in schwarzer Kleidung erscheinen. Auf ihrem letzten Weg wird Annas Leben gefeiert. So wie sie es jeden Tag getan hat.

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