Mi, 18. Oktober 2017

In Wiener Heim

19.09.2016 14:26

Gewaltexzess nach Sexangriff unter Asylwerbern

Gewaltexzess Sonntagnacht in einer Flüchtlingsunterkunft in Wien-Favoriten: Ein 45-jähriger Marokkaner attackierte einen 27 Jahre alten Syrer mit einem Messer und fügte ihm schwere Verletzungen zu. Der Angreifer wurde festgenommen. Brisantes Detail: Der 45-Jährige soll nur wenige Stunden vor der Tat Opfer einer Vergewaltigung geworden sein.

Gegen Mitternacht betrat der Mann das Flüchtlingsheim und stach wortlos mit einem Taschenmesser mit einer Klingenlänge von acht Zentimetern auf die Brust des 27-Jährigen ein. Andere Bewohner der Unterkunft gingen dazwischen und verständigten die Polizei. Die WEGA rückte an und nahm den Angreifer wegen Mordversuchs fest. Das Stichopfer wurde mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht, kurzzeitig bestand sogar Lebensgefahr.

Am Montag befand sich der Syrer bereits auf einer Normalstation im Krankenhaus und konnte auch von den Ermittlern befragt werden. "Er sagt genau das, was offensichtlich ist: dass ihn der andere attackiert hat. Warum, weiß er nicht", so Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Angreifer soll vor Tat vergewaltigt worden sein
Im Zuge der Ermittlungen kam dann ans Licht, dass der Marokkaner - der Mann hatte sich als 35-jähriger Syrer registrieren lassen, gab in der Einvernahme laut Informationen der "Krone" aber seine wahre Identität zu - nur wenige Stunden vor der Messerattacke Opfer einer Vergewaltigung geworden sein soll. Der 45-Jährige gab gegenüber den Beamten an, mit zwei Männern in eine Wohnung in Ottakring gegangen zu sein. Dort habe er eine Limonade getrunken, woraufhin er schwer benommen und teilweise sogar bewusstlos geworden sei.

Wie der Marokkaner berichtete, sei er von beiden Männern vergewaltigt worden. Mit Schmerzen sei er dann wach geworden und habe sich ins Krankenhaus begeben. Die Ärzte verständigten die Polizei, Anzeige wegen Vergewaltigung wurde erstattet. Im Zuge der Vernehmung verweigerte der 45-Jährige jedoch jede weitere Aussage zur Tat. Er gab weder bekannt, wo genau es zur Vergewaltigung gekommen sei, noch beschrieb er die Täter näher.

Stichopfer: "Ich weiß nicht, wovon ihr redet"
Die Polizei prüft nun einen möglichen Zusammenhang der Vergewaltigung mit der Messerattacke im Flüchtlingsheim. Beim 45-Jährigen wurde Blut abgenommen, damit soll geklärt werden, ob der Mann mittels K.-o.-Tropfen betäubt worden war. Der 27-Jährige sei auch zur Vergewaltigung seines Angreifers befragt worden. "Ich weiß nicht, wovon ihr redet", habe der Mann geantwortet, so Keiblinger.

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