Mo, 20. November 2017

Waldbrände-Folgen

19.09.2016 11:43

Über 100.000 Tote durch Smog in Südostasien 2015

In Südostasien haben im Vorjahr Waldbrände zu einer wochenlangen Smog-Krise geführt, die nach Schätzungen von US-Wissenschaftlern über 100.000 Menschen das Leben gekostet hat. Auf der Basis komplexer mathematischer Modelle kamen die Forscher der Universitäten von Harvard und Columbia in einer Studie zu dem Schluss, dass allein in Indonesien mehr als 90.000 Menschen an den Folgen der schlechten Luft starben.

Tausende weitere Todesopfer gab es demnach im benachbarten Singapur und in Malaysia. "Wenn sich nichts ändert, wird dieser Killer-Dunst weiterhin Jahr für Jahr schreckliche Verluste anrichten", warnte Yuyun Indradi von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Es wäre ein "Verbrechen", jetzt nicht sofort gegen die Verursacher des Smogs vorzugehen.

Die indonesischen Behörden hatten die Zahl der Todesopfer durch die Smog-Katastrophe im vergangenen Jahr bisher mit lediglich 19 angegeben. Ein Sprecher des indonesischen Umweltministeriums wollte zunächst keine Stellungnahme zu der wissenschaftlichen Studie, die am Montag in den Environmental Research Letters veröffentlicht wurde, abgeben.

Alljährlich Waldbrände durch illegale Brandrodungen
In Indonesien kommt es wegen illegaler Brandrodungen durch Plantagenbesitzer Jahr für Jahr während der Trockenzeit zu Waldbränden. Im vergangenen Jahr wurden sie durch das Wetterphänomen El Nino noch verstärkt, wochenlang litten große Regionen unter dichtem Smog. Zahlreiche Menschen erkrankten, der Smog führte zu diplomatischen Verstimmungen.

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