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18.09.2016 22:41

Soriano-Triplepack bei "Bullen"-Sieg gegen Austria

Mit einem souveränen 4:1-Heimerfolg gegen die Wiener Austria hat Meister Salzburg am Sonntag in der 8. Bundesliga-Runde Wiedergutmachung für den enttäuschenden Start in die Europa League geübt und sich mit zwei Punkten Rückstand als erster Verfolger von Tabellenführer Sturm Graz positioniert. Mann des Tages war Goalgetter Jonatan Soriano mit einem Triplepack (16., 49., 60.). Soriano legte damit vor 7842 Zuschauern seinen "Austria-Fluch" wohl endgültig ab. Der 30-Jährige traf am Sonntag gegen die Wiener öfter als in 15 Partien zuvor, in denen er nur zwei Tore erzielt hatte. Zudem erhöhte er sein Saisonkonto auf fünf Tore. Den Schlusspunkt setzte Wanderson mit seinem ersten Liga-Treffer (86.).

Gemäß seiner Aussage vom Freitag, man habe in der heimischen Liga mehr Siegchancen als auf europäischer Bühne, bot Salzburg-Trainer Oscar Garcia am Sonntag die vermeintlich beste Startformation auf: Der defensive Mittelfeldmann Konrad Laimer kehrte ebenso zurück wie Flügelstürmer Wanderson. Beide waren zentrale Figuren einer engagierten Salzburger Vorstellung, die von vielen schnellen Offensivaktionen ebenso geprägt war wie von Ineffizienz.

Salzburger bestimmen Spiel nach Belieben
Die Austria wiederum musste im Vergleich zum Sieg über Giurgiu den angeschlagenen Torschützen Kevin Friesenbichler (Knie) vorgeben, er wurde von Larry Kayode ersetzt. Fink nahm drei weitere Umstellungen vor: Jens Larsen und Christoph Martschinko (anstelle von De Paula und Salamon) bildeten das defensive Flügelduo, in der rechten Offensive bekam Lucas Venuto den Vorzug vor Ismael Tajouri. Die Hausherren hätten nach 45 Minuten jedenfalls schon höher führen müssen.

Soriano "bedankt" sich für Hadzikic-Fehler
Valon Berisha aus 14 Metern (14.), Lazaro mit einer "Hundertprozentigen" am Rande des Fünfers (15.) und einem gefährlichen Kopfball (29.), aber auch Stefan Lainer (23.) und Laimer, der nach Solo wohl nicht zu Unrecht Elfmeter reklamierte (34.), hätten treffen können bzw. müssen. So aber war ein Patzer von Austria-Goalie Osman Hadzikic vonnöten: Der Ersatzmann des verletzten Robert Almer bekam einen harmlosen Wanderson-Weitschuss nicht unter Kontrolle, Soriano bedankte sich per Abstauber.

Austria viel zu lange überhaupt nicht vorhanden
Eine passive Austria, die selbst durch das 0:1 nicht wach wurde, war freilich auch ein dankbarer Gegner. Der bot Salzburg viel Raum zur Entfaltung, in der Offensive konnte man kaum Nadelstiche setzen. Einmal legte sich der enteilte Kayode den Ball zu weit vor (24.), die einzige echte Torchance vor der Pause neuerlich durch Kayode machte der herauslaufende Salzburg-Goalie Alexander Walke zunichte (29.).

Verbesserte Veilchen kommen noch einmal zurück
Die Austria zeigte nach dem Seitenwechsel zwar mehr Engagement, musste vorerst aber das 0:2 durch Soriano hinnehmen (49.). Diesmal war es Raphael Holzhauser, der mit einem verschenkten Ball im Mittelfeld zum "Sargnagel" wurde. Doch Venuto und Alexander Grünwald sorgten wenig später zumindest für ein bisschen Spannung. Den Schuss des Ersteren konnte Walke nicht bändigen, Zweiterer netzte im Nachsetzen ein (56.). Zuvor hatte Walke bei einem Schuss von Tarkan Serbest eingreifen müssen (54.).

Soriano und Wanderson machen Deckel für Salzburg drauf
Mit einem seiner gefürchteten Freistöße machte Soriano eine halbe Stunde vor Schluss alles klar - Hadzikic gab dabei neuerlich keine gute Figur ab (60.). Im Finish musste Soriano nach einer harten und durchaus elferwürdigen Grünwald-Attacke mit angeschlagenem Knie vom Feld (80.), wenig später setzte Wanderson den Schlusspunkt. Im Finish brandete neuerlich Jubel auf, das lange verletzte Salzburger Urgestein Christoph Leitgeb kam zu seinem ersten Einsatz seit 20. August 2015.

Das Ergebnis:
FC Red Bull Salzburg - Austria Wien 4:1 (1:0)
Wals-Siezenheim, Red Bull-Arena, 7842, SR Harkam
Tore: 1:0 (16.) Soriano, 2:0 (49.) Soriano, 2:1 (56.) Grünwald, 3:1 (60.) Soriano, 4:1 (86.) Wanderson
Gelbe Karten: Wanderson, Caleta-Car, Samassekou bzw. Grünwald, Serbest
Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Laimer (87. Leitgeb), Samassekou - Lazaro (63. Radosevic), V. Berisha, Wanderson - Soriano (80. Dabbur)
Austria: Hadzikic - Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko - Serbest, Holzhauser (71. Tajouri) - Venuto, A. Grünwald, Pires - Kayode (79. Kvasina)

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