Sa, 21. Oktober 2017

Salzburg wartet

18.09.2016 10:16

Wohlfahrt: „Bleibe auch im Erfolg realistisch“

Austria-Sportchef Franz Wohlfahrt steht vor dem heutigen Liga-Hit gegen Salzburg (Anpfiff um 16.30 Uhr in der Red-Bull-Arena) der "Krone" Rede und Antwort. Er erklärt, warum bei der Austria keiner in Euphorie verfällt und Geduld angesagt ist.

"Krone": Trainer Thorsten Fink fand nach dem 3:2-Sieg in Bukarest gegen Astra Giurgiu mehr kritische als positive Worte, auch Sie traten auf die Euphoriebremse. Ein bisschen überspitzt gefragt: Kann man sich bei der Austria nicht über Erfolge freuen?
Franz Wohlfahrt: Ganz im Gegenteil, ich bin der Letzte, der unseren Erfolgslauf bremsen will. Als Sportchef bleibe ich aber auch im Erfolg realistisch.

"Krone": Was ist also realistisch und gut und realistisch schlecht?
Wohlfahrt: Wir haben einen Kader zusammengestellt, der vom Altersdurschnitt her wahnsinnig jung ist, den Trainer Thorsten Fink hervorragend führt. Aber teilweise fehlt die internationale Routine, da muss man Geduld haben, auf Rückschläge vorbereitet sein.

Im folgenden Video schwärmt Trainer Thorsten Fink von Almer-Ersatzmann Osman Hadzikic:

"Krone": Sind Sie darauf vorbereitet, wie werden Sie in diesem Fall reagieren?
Wohlfahrt: Geduldig weiterarbeiten. Ich bin bei Siegen vorsichtig mit zu viel Jubeln, werde aber im Gegensatz bei Niederlagen nicht alles niedermachen.

"Krone": Ein Fortschritt ist dennoch erkennbar, die internationalen Erfolge sind ja nicht nur Zufall...
Wohlfahrt: Diese kamen auch für mich überraschend, im Wesentlichen machen wir sicher mehr gut als schlecht. Aber wir müssen aufpassen, dass die Erfolge nicht alles überdecken, wir wissen, dass viele Spiele auch anders hätten ausgehen können.

"Krone": In Bukarest standen in der Startelf acht Österreicher - ist das die violette Zukunft?
Wohlfahrt: Nur mit Österreichern geht es nicht, manchmal ist es aufgrund der Rotation auch Zufall, in Salzburg kann es wieder ganz anders aussehen. Es ist jedoch sehr erfreulich, viele gute Österreicher im Kader zu haben.

"Krone": Die Europa League spült einiges Geld in die Kasse - darf der Sportchef im Winter auf Einkaufstour gehen?
Wohlfahrt: Unser Kader ist zwar sehr knapp besetzt, wir gehen aber mit dem Geld behutsam um, haben die Kosten gegenüber der letzten Saison um 15 Prozent gesenkt. Wichtiger ist jetzt, in der Liga oben dabei zu bleiben - das traue ich dem Kader zu.

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