So, 17. Dezember 2017

Video zeigt Anschlag

18.09.2016 13:30

USA unter Schock: Terror mitten in New York

Bei einer Explosion im beliebten New Yorker Ausgehviertel Chelsea sind am Samstagabend 29 Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Die Detonation ereignete sich um 20.31 Uhr (Sonntag, 2.31 Uhr MESZ) in der 23. Straße im Stadtteil Manhattan. Die Hintergründe des Anschlags sind unklar, es dürfte sich aber um einen selbst gebauten Sprengsatz gehandelt haben.

24 der Verletzten werden in Krankenhäusern behandelt, unter ihnen eine Person mit schwereren Verletzungen, wie die Feuerwehr mitteilte. Am Ort der Explosion, einer Gegend mit zahlreichen Bars, Restaurants, Theatern und auch Wohnungen, waren Feuerwehrkräfte und eine Anti-Terror-Einheit der Polizei im Einsatz. Auch Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Dieses Überwachungsvideo zeigt die Detonation im Stadtteil Chelsea:

Polizei sperrt Straßen weiträumig ab
Hunderte Menschen flohen vom Schauplatz der Detonation. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, die Gegend zu meiden, und sperrte Straßen weiträumig ab. Chelsea ist Ausgeh- und Heimatbezirk für viele Homosexuelle in New York.

Selbst gebauter Sprengsatz in Müllcontainer
Die Hintergründe der Explosion sind unklar. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf Ermittler berichtete, soll eine improvisierte Sprengvorrichtung in oder bei einem Müllcontainer explodiert sein. CNN berichtete, dass in Sicherheitskreisen ein selbst gebauter Sprengsatz als Ursache vermutet werde. Neben der New Yorker Polizei untersuchen auch Spezialisten der Bundespolizei FBI vor Ort die Ursache der Detonation.

Verdächtiger Schnellkochtopf mit Kabeln entdeckt
Nach einer Explosion wurde wenige Straßen weiter ein Dampfdrucktopf mit Kabeln gefunden. Außerdem sei außen ein schwarzer Gegenstand mit Klebeband an dem Topf angebracht, berichtete CNN unter Berufung auf die Polizei. Es sei unklar, was in dem Topf war und ob dieser Fund etwas mit der Explosion in Chelsea zu tun hatte.

Bürgermeister: "Absichtlich ausgelöst"
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagte vor Ort, die Explosion sei zwar "absichtlich" ausgelöst worden, von einem "Terrorakt" wollte er aber nicht sprechen.

Rohrbombe in New Jersey explodiert
Mehrere Stunden zuvor war im Badeort Seaside Park im Bundesstaat New Jersey vor einem geplanten Wohltätigkeitslauf eine Rohrbombe in einer Mülltonne explodiert. Verletzt wurde niemand. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft detonierte der Sprengsatz in einer Mülltonne entlang der Laufstrecke. In der Tonne hätten sich insgesamt vier mit Zeitzündern versehene selbst gebaute Sprengsätze befunden, doch nur einer von ihnen sei detoniert, sagte ein Sprecher der Behörde, Al Della Fave, gegenüber CNN.

Der Fünf-Kilometer-Lauf hatte zum Zeitpunkt der Explosion noch nicht begonnen, weil der Start verschoben worden war. "Ohne diese Verzögerung hätten sich vermutlich viele Läufer in der Nähe der Mülltonne befunden", sagte Fave. Der Hintergrund des Anschlagsversuchs ist nach Angaben des Sprechers unklar, "aber es sollte eindeutig das Rennen getroffen werden". Nach der Explosion wurde der Lauf, zu dem sich 3000 Menschen angemeldet hatten, abgesagt.

Erinnerungen an Boston-Anschlag 2013
Im Jahr 2013 waren bei einem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon drei Menschen getötet und mehr als 250 verletzt worden. Damals waren zwei mit Sprengstoff gefüllte Schnellkochtöpfe explodiert.

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