Di, 12. Dezember 2017

Freihandels-Demo

17.09.2016 20:44

Keine Kompromisse für Salzburgs Zukunft

Der Widerstand gegen die umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und Ceta ist in Salzburgs Bevölkerung ungebrochen - eindrucksvoll unter Beweis gestellt bei einer großen Demonstration am Samstagnachmittag.

Sprach die Polizei anfänglich noch von 550 Demonstranten musste sie die Zahl schnell nach oben korrigieren: Tatsächlich hatten sich rund 2000 Salzburgerinnen und Salzburger am Hauptbahnhof eingefunden um von dort aus in Richtung Staatsbrücke bis zur Hofstallgasse zu ziehen, wo die Schlusskundgebung stattfand.

Ein kilometerlanger und bunt gemischter Protestzug - angeführt von einem drei- Meter hohen Trojanischen Holzpferd, begleitet von Kuhglocken und Traktoren - brachte den Verkehr in der Innenstadt kurzzeitig zum Erliegen. Ein breites Bündnis aus 28 Organisationen (unter anderem die AK, Attac, ÖGB, die Grünen) hatten im Vorfeld zur Teilnahme aufgerufen. Organisatorin Hadwig Soyoye-Rothschädl (Die Linke) zieht positive Bilanz: "Erst waren wir wegen des schlechten Wetters skeptisch, aber es sind doch wieder sehr viele Leute gekommen." Unterstützung kam auch per Bus aus dem benachbarten Bayern und der Gmundner Gegend.

"Regionale Wirtschaft ist in Gefahr"
Vorne weg marschierten in roten Jacken die Gewerkschaftsvertreter. FSG-Vorsitzender Gerald Forcher, Redner bei der Abschlusskundgebung, zur "Krone": "Für uns ist das ein wichtiges Thema, weil die Handelsabkommen in ihrer derzeitigen Form ausschließlich die Macht der Konzerne stärken und die Positionen der Arbeitnehmer schwächen." Auch für die Gemeinden könnten sich die Abkommen katastrophal auswirken, wie LAbg. Angela Linder weiß: "Die regionale Wirtschaft ist in Gefahr, weil Gemeinden gezwungen werden könnten, Aufträge international auszuschreiben."

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