Mi, 22. November 2017

70.000 Austreibungen

17.09.2016 09:57

Roms Chef-Exorzist Pater Gabriele Amorth ist tot

Pater Gabriele Amorth, der vielleicht berühmteste Exorzist der Welt, ist tot. Der Chef-Exorzist der Diözese Rom ist am Freitag im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie die katholische Verlagsgruppe San Paolo, mit der der aus Modena stammende Priester mehrere Bücher veröffentlicht hatte, berichtete, war Amorth seit einigen Tagen wegen Lungenproblemen im Krankenhaus gelegen.

Der internationale Zusammenschluss von Exorzisten wurde 1994 auf Initiative Amorths gegründet. Vorausgegangen war 1991 die Gründung einer italienischen Vereinigung von Exorzisten. Amorth, der von seinem Wirken fest überzeugt war, war bis zum Jahr 2000 erster Vorsitzender der Vereinigung. 70.000 Exorzismen (Teufels- oder Dämonenaustreibungen) hat der Priester laut eigenen Aussagen in den vergangenen 30 Jahren vorgenommen.

Die Zahl der Eingriffe entspreche aber nicht der Zahl der behandelten Personen, weil eine Beschwörung allein häufig nicht ausreiche. Den Menschen gehe es danach häufig besser. Nicht immer führten die Teufelsaustreibungen allerdings zur vollständigen "Befreiung", vor allem dann, wenn die Besessenen nicht aktiv mitwirkten, so Amorth.

"Das Böse existiert"
In zahlreichen Büchern hat er auch immer wieder vor dem Bösen gewarnt. "Das Böse existiert, aber es fürchtet unseren Herrn", sagte Pater Amorth bei Vorträgen. Glaube und Gebet seien daher ebenso wie der regelmäßige Empfang der Sakramente eine wirksamer Schutz gegen den Einfluss dämonischer Kräfte. Demut, ein Leben nach dem Evangelium, Nächstenliebe und Vergebung seien weitere Haltungen zum Schutz der Seele, so der Priester.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden