Do, 23. November 2017

Nach Luchs-Abschuss

16.09.2016 08:52

Schärfere Gesetze für Wilderer sind im Gespräch

Wilderei durch "schwarze Schafe" unter den Jägern brachte Oberösterreichs Luchs-Projekt an den Rand des Scheiterns. In einer Ausschusssitzung wurde nun ein Initiativantrag der Grünen behandelt - und Experten stimmten zu: schärfere Strafen für Wilderer, ein eigener Disziplinarrat und ein strengeres Waffenverbot.

Derzeit streifen nur noch fünf Luchse - vorwiegend Weibchen - durch den Nationalpark Kalkalpen, vier bis fünf Tiere sind unbekannten Aufenthaltes, fünf Kuder sind verschwunden. Davon wurden zwei in der Tiefkühltruhe eines Präparators gefunden und daraufhin ein Jägerehepaar wegen Wilderei angeklagt. Ein weiterer vermisster Kuder wurde nun tot auf einer Wiese entdeckt, die Todesumstände werden noch untersucht.

Bisher eher milde Strafen für Wilderer
Eine 64-jährige Jägerin wurde wegen der Luchs-Wilderei zu einer geringen Geldstrafe verurteilt, muss für nur 30 Monate ihren Jagdschein abgeben. Ihr ebenfalls wegen Luchs-Wilderei angeklagter Gatte hatte in der Steiermark ein Waffenverbot, seine Jagdkarte hatte er aber behalten dürfen.

Schärfere Maßnahmen sollen kommen
Bei der Ausschusssitzung am Donnerstag, an der auch namhafte Vertreter des Nationalparks und des Landesjagdverbandes teilnahmen, hat man die Anträge bezüglich Verschärfung des Jagdgesetzes begrüßt. Vom Landesjagdverband wurde ein Disziplinarrat angeregt, damit dieses Gremium Maßnahmen gegen schwarze Schafe setzen kann, berichtet Grünen-Klubobmann Gottfried Hirz. Die nächste Ausschussrunde findet im November statt.

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