Fr, 17. November 2017

Vorfall in der Stmk

16.09.2016 08:48

Ruf nach voller Härte bei illegalem Schächten

Das grausliche Gemetzel an 79 Schafen auf der Wiese (wir haben berichtet) sorgt für eine Fülle an Reaktionen! FP-Chef Kunasek fordert das absolute Verbot von Schächtungen, wie es andere Länder haben, der Tierschutzlandesrat verlangt die "volle Härte" bei Vergehen, aber auch unsere Gerichte sind gefordert.

"Schockierend", "Blutbad", "Wie kommen wir dazu, dass wir uns das in unserem Land anschauen müssen?" - Das sind einige der heftigen Reaktionen von Lesern. Von Politikern wird auch ein deutliches Statement verlangt. Bei Tierschutzlandesrat Anton Lang schaut das so aus: "Ein generelles Verbot von Schächtungen ist aus verfassungsrechtlichen Gründen derzeit leider nicht möglich", so der Politiker.

"Behörden müssen mit aller Härte durchgreifen"
"Unfachgerechte Schächtung lehne ich aus tiefster Überzeugung ab, da es sich dabei um fürchterliche Tierquälerei handelt." Er appelliert an Behörden, bei illegalen Schächtungen mit "aller Härte durchzugreifen". Das passiere aber vielfach nicht, wirft Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck durchaus dem Gericht vor: "Die Staatsanwaltschaft hat bis auf eine Ausnahme Fälle, die eingebracht wurden, bislang eingestellt. Die Qual für das Tier sei nicht ausreichend bewiesen worden…"

"Religion setzt keine Paragrafen außer Kraft"
Dass es einen Kniefall der Justiz vor religiösen Taten gäbe, wie Leser vorwerfen, weist der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans-Jörg Bacher, scharf von sich: "Kein religiöser Hintergrund setzt Paragrafen außer Kraft." Jeder einzelne Fall würde gesondert überprüft und durchleuchtet werden.

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