Mo, 20. November 2017

Ausflug in Bayern

15.09.2016 16:28

Autofahrer raste in Radgruppe: Ein Toter

Tragisch endete ein Radausflug einer achtköpfigen Gruppe aus Salzburg am Mittwochabend im benachbarten Bayern. Die Männer waren zwischen Altötting und Burghausen unterwegs, als es zu einem folgenschweren Unfall kam.

Ein 33-Jähriger, der gegen 21.30 Uhr gerade am Weg in die Arbeit war, wollte im Gemeindegebiet von Kastl die Rennrad-Fahrer offenbarIRIS WIND überholen, als er plötzlich bemerkte, dass ihm ein Fahrzeug entgegenkam. Der Lenker steuerte daraufhin auf der acht Meter breiten Straße wieder nach rechts und prallte in die Gruppe. Das Auto erfasste einen 61-Jährigen aus Hallein direkt. Für den Tennengauer kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Radfahrer wurden sehr schwer verletzt, einer von ihnen musste mit dem Notarzthubschrauber in eine Klinik nach Regensburg geflogen werden. Die anderen Patienten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Ein Mann kam ohne Blessuren davon. Der Autofahrer leistete nach dem Unfall sofort Erste Hilfe. Er selbst erlitt einen Schock und musste ebenfalls von Sanitätern versorgt werden. Dafür, dass der Schichtarbeiter unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, gab es keine Anzeichen.

Alle Räder waren mit Lichtern ausgestattet
Ein Sachverständiger untersuchte die Unfallstelle noch in der Nacht. Der Pkw und auch die Fahrräder der Männer - sie waren trotz eines nebenliegenden Radweges auf der Staatsstraße unterwegs - wurden sichergestellt und werden inspiziert. Alle Bikes waren jedenfalls mit einem Licht ausgestattet, ob diese Beleuchtung ausreichend war, soll geklärt werden. Die Sportler trugen alle einen Helm.

Die Gruppe trifft sich regelmäßig für Ausflüge
Die Freundesgruppe, die Männer stammen aus dem Flach- und Tennengau und sind zwischen 20 und 61 Jahre alt, waren regelmäßig in verschiedenen Konstellationen gemeinsam unterwegs und testeten auch immer wieder neue Fahrräder. Der getötete Halleiner war erst seit kurzem in Pension. Er arbeitete zuvor als Lehrer in der Keltenstadt. Der 61-Jährige war erst vor wenigen Jahren in einen schweren Unfall im Wiestal verwickelt. Auch damals handelte es sich um eine Kollision mit einem Auto. Der Mann zog sich dabei schwere Verletzungen zu, erholte sich nur langsam davon. Seine Begeisterung für das Radfahren verlor er trotz allem nicht, schwang sich, als es ihm besser ging wieder in den Sattel. Die Polizeiinspektion Altötting sucht noch nach weiteren Unfallzeugen. Vor allem Lenker des Gegenverkehrs werden dringend gebeten sich zu melden. (0049 8671 9644 0).

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