So, 19. November 2017

krone.at-Test

18.09.2016 09:00

Acer Switch Alpha 12: Tablet mit Flüssigkühlung

Mittlerweile haben so gut wie alle namhaften Größten der PC-Industrie ein Hochleistungs-Tablet à la Microsoft Surface im Programm. Acers Beitrag zum Thema ist das Switch Alpha 12. Das Tastatur-Tablet kommt mit potenter Intel-Prozessortechnologie und soll dank Flüssigkühlung völlig lautlos operieren. Wie es sich im Alltag schlägt, hat krone.at getestet.

Das Grundkonzept des Acer Switch Alpha 12 ist altbekannt und bewährt: Die Taiwanesen liefern ein 12-Zoll-Tablet mit Ständer, dessen Tastatur gleichzeitig Schutzhülle ist und sich magnetisch mit dem Tablet-Teil verbindet.

Eine Besonderheit des Switch Alpha 12 ist sein passives Flüssigkühlsystem, das lautloses Arbeiten verspricht.

Das Acer Switch Alpha 12 gibt es in unterschiedlichen Konfigurationen, für den vorliegenden Test wurde das Gerät mit Core-i5-Chip herangezogen. Was genau darin verbaut ist, erfahren Sie hier:

Acer Switch Alpha 12 (Modell 271-53QS)

CPU

Core i5-6200U: 2 x 2,3 GHz

RAM

8 GB DDR3

Diagonale

12 Zoll

Auflösung

2160 x 1440 Pixel

Massenspeicher

256 GB SSD

Optisches Laufwerk

nicht vorhanden

Grafiklösung

Intel HD 520

Anschlüsse

USB-C, USB 3.0, microSD-Kartenleser, Audioklinke

Funkstandards

Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.0

Kameras

Hauptkamera: 5 Megapixel
Frontkamera: 2 Megapixel

Akku

4870 mAh (8 Stunden lt. Hersteller)

Software

Windows 10 Home

Gewicht

Tablet: 900 Gramm
mit Tastatur: 1,2 Kilo

Extras

Lüfterlos

Preis

rund 910 Euro

Die brennendste Frage zuerst: Taugt das lautlose Kühlsystem etwas? Unserer Erfahrung nach sehr wohl. Im Test vermochte es das Hochleistungs-Tablet bei normaler Nutzung - also im Office-Betrieb, beim Surfen, bei der Medienwiedergabe oder auch bei der Bildbearbeitung - jederzeit problemlos zu kühlen.

Die verfügbare Leistung reicht für die genannten Aufgaben ohne Probleme, wenngleich manches - etwa Bildbearbeitung oder Videogenuss - aufgrund des doch eher kleinen Displays nur bedingt Spaß macht.

Zu einer Prozessordrosselung wegen großer Hitzeentwicklung kommt es höchstens bei untypischer Beanspruchung - also beispielsweise, wenn man das Gerät mit einem die Onboard-Grafik ohnedies überfordernden 3D-Spiel unter Volllast setzt oder andere Dinge darauf tut, für die man normalerweise zum Desktop-PC greifen würde.

Sehr gutes Display, zweckmäßige Kameras
Der Bildschirm im Acer Switch Alpha 12 hat im Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen: Er bietet sehr gute seitliche Ablesbarkeit, ist hinreichend hell und zeigt eine angenehm natürliche Farbdarstellung.

Die gebotene Auflösung sorgt für scharfe Bilder und Videos sowie klar lesbaren Text, im Test fiel zudem das 3:2-Seitenverhältnis des Bildschirms positiv auf. Es erzeugt zwar beim Videokonsum ober- und unterhalb des Videos schwarze Ränder, dafür gibt's mehr Platz in der Vertikale, der beim Surfen oder beim Lesen im Hochformat ausgesprochen praktisch sein kann.

Die Kamera-Ausstattung ist für ein Arbeits-Tablet adäquat: Die 5-Megapixel-Hauptkamera reicht, um hie und da ein Dokument oder eine Tafel abzufotografieren, liefert aber naturgemäß keine Ergebnisse auf Kompaktkamera-Niveau. Die Frontkamera mit zwei Megapixeln Auflösung ist für Videotelefonie zweckdienlich, liefert aber auch eher mittelmäßige Bilder.

Saubere Verarbeitung, angenehme Tastatur
Einen sehr guten Eindruck macht - insbesondere, wenn man den im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Hause Microsoft angenehm niedrigen Preis bedenkt - die Verarbeitung des Acer Switch Alpha 12. Das Tablet selbst kommt in Metalloptik daher und weist keine überzogenen Spaltmaße oder andere Mängel auf, der Ständer mit Anti-Rutsch-Gummiüberzug an der Unterkante macht einen robusten Eindruck.

Auch das beigelegte Tastatur-Cover mit seinem für diese Gerätekategorie großzügigen Tastenhub, der weißen Tastenbeleuchtung, dem großen Touchpad und dem griffigen Stoffüberzug weiß zu gefallen. Details wie die Schlaufe zur Befestigung des optionalen Eingabestifts wirken durchdacht.

Stift liegt nicht bei, Laufzeit überschaubar
Manch eine Design-Entscheidung - etwa das Einbetten der Maustasten ins Touchpad - werden aber nicht jedermanns Geschmack treffen. Schade ist überdies, dass der Eingabestift, für den eine Halterung am Tastatur-Cover reserviert ist, nicht beigelegt wird.

Auch die magere Anschlussausstattung und der Umstand, dass keine Adapter - etwa von USB-C auf HDMI - beiliegen, hinterlässt einen etwas schalen Beigeschmack.

Die Akkulaufzeit des Acer Switch Alpha 12 ist ausbaufähig: Zwar verspricht der Hersteller acht Stunden Ausdauer, in der Praxis haben wir diesen Wert aber nicht erreicht. Im Surfbetrieb mit aktivem WLAN und reduzierter Bildschirmhelligkeit hielt das Testgerät bei uns rund sechs Stunden durch, die versprochenen acht Stunden dürften also bestenfalls im energiesparenden Leerlauf ohne WLAN erreichbar sein. Hier sollte Acer noch nachbessern - vor allem angesichts dessen, dass der verbaute Intel-Chip eigentlich den Ruf hat, sehr sparsam zu sein.

Schwer als Tablet, steht schlecht als Laptop
Diskussionswürdig ist auch die Tauglichkeit als Tablet- oder Notebook-Ersatz. Klar kann man das Switch Alpha 12 sowohl als Tablet nutzen, als auch als Laptop. Doch in beiden Modi gibt es Schwächen: Für ein Tablet ist es mit 900 Gramm Gewicht dann doch relativ schwer, als Laptop liegt es mit seinem Ständer nicht sonderlich gut am Schoß, wenn mal kein Tisch zur Hand ist.

Hinzu kommt: Windows 10 ist zwar ein äußerst vielseitiges Betriebssystem und bietet den Vorteil, dass darauf jede nur erdenkliche Windows-Software läuft. Es leidet allerdings auch unter einer gewissen Knappheit Touch-optimierter Anwendungen. Mit der Zahl der für die Fingerbedienung optimierten Apps in den Anwendungs-Marktplätzen von Apple und Google kann Windows nicht mithalten.

Fazit: Acers Switch Alpha 12 überzeugt mit seinem durchdachten Kühlkonzept, einem guten Display, solider Prozessor-Power und sauberer Verarbeitung. Es ist spürbar günstiger als sein Hauptrivale von Microsoft, bietet mit seiner überschaubaren Akkulaufzeit und den wenigen Anschlüssen aber auch Anlass zur Kritik. Vor allem beim Akku sollte Acer angesichts des angepeilten Einsatzzwecks, dem mobilen Arbeiten, noch nachbessern.

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