Do, 23. November 2017

Erste Bank Open

14.09.2016 13:53

Murray und Co.: Stadthallen-Turnier topbesetzt

Die Aufwertung des Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle zum ATP-500-Turnier zeigt sich bei der zweiten Auflage in dieser Kategorie noch deutlich. Angeführt vom zweifachen Olympiasieger Andy Murray, Tomas Berdych und Dominic Thiem haben nicht nur drei Top-Ten-Spieler, sondern neun aus den Top 20 für den Tennis-Event vom 22. bis 30. Oktober genannt.

Der sogenannte "cut-off" liegt bei ATP-Rang 34, kein Spieler außerhalb kommt direkt ins Feld. Erstmals wird der richtige ATP-500-Termin schlagend, im Vorjahr war man ja noch kurzfristig für Valencia eingesprungen. "Ich bin sehr stolz auf das Starterfeld, es belohnt unsere Arbeit der letzten Jahre, und es zeigt, dass die Spieler Vertrauen ins Turnier gewinnen", freute sich Turnierdirektor Herwig Straka im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch auf dem Erste Campus in Wien.

Die Tatsache, dass mit dem Aufschlag-Riesen Ivo Karlovic die aktuelle Nummer 20 der Welt nicht einmal mehr einer der acht Gesetzten ist, zeugt auch von der Dichte des Feldes.

Thiem: "Unfassbares Teilnehmerfeld"
Auch Dominic Thiem, der nach zwei Erstrunden-Niederlage in Wien en suite einiges gutzumachen hat, staunte über die Nennliste. "Es ist ein unfassbares Teilnehmerfeld. Ich war echt beeindruckt und überrascht, wie ich es gesehen habe. Die letzten zwei Jahre waren natürlich nicht ideal, aber auch wenn es wehtut, es kann in Wien genauso wie in Peking immer früh Schluss sein, vor allem bei so einem Teilnehmerfeld", erklärte Thiem. "Vor allem, wer da in der ersten Runde warten kann, das ist echt Horror eigentlich."

Thiem gab bezüglich seiner Knieverletzung Entwarnung. "Ich habe pausiert, Eis aufgelegt, also klassische Behandlungsmethoden, damit die Flüssigkeit weggeht, jetzt ist der Schmerz weg. Ich werde morgen noch einmal ein Kontroll-MR machen, und wenn alles okay ist, wieder voll ins Training einsteigen." Einem Einsatz beim ATP-Turnier in Metz in der kommenden Woche steht also nach aktuellem Stand nichts im Wege.

Turnierboss Straka hat also neben Murray (ATP-2.), Berdych (9.), Thiem (10.) auch Jo-Wilfried Tsonga (FRA/12.), David Ferrer (ESP/13.), Roberto Bautista Agut (ESP/16.), den französischen Aufsteiger Lucas Pouille (18.) und Pablo Cuevas (ARG/19.) im Feld. Auch Australiens Star Bernard Tomic, Vorjahresfinalist Steve Johnson und dessen US-Landsmann John Isner stehen u.a. im Aufgebot für das mit 2,467 Millionen Euro dotierte Sportevent. Übrigens die höchstdotierte Sportveranstaltung Österreichs.

Dran war Straka auch am Weltranglisten-Ersten. "Klar, wir waren auch heuer schon im Kontakt. Er hat aber diese Woche schon drei Jahre lang nicht gespielt", erklärte der Steirer, der aber glaubt, dass es für Djokovic "spätestens 2018 zu einem Thema werden wird, dass er in Wien spielt".

Terminverschiebung als Vorteil
Als Riesenvorteil nicht zuletzt auch für das österreichische Publikum ist der um eine Woche nach hinten verlegte, originale 500er-Termin, in der mit dem 26. Oktober ja auch der Nationalfeiertag fällt. "Für uns ist es vom Tennis-Kalender sowieso ideal, weil die Woche Pause nach Asien jetzt da ist. Viele spielen die Woche davor nicht und werden relativ ausgeruht nach Wien kommen. Zudem haben wir einen Feiertag mitten in der Woche, das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben, deshalb wird die Halle sicher noch voller sein."

Der Court B wird von seiner Kapazität auf rund 2.000 Zuschauer aufgestockt und soll - spätestens ab 2017 - ebenfalls weltweit im Fernsehen angeboten werden. Man werde den einen oder anderen gesetzten Spieler auch auf dem Nebenplatz ansetzen müssen.

Am Ende der Pressekonferenz gab es noch einen Videogruß von Wimbledon- und Olympiasieger Andy Murray. Der Weltranglisten-Zweite aus Schottland hat ja 2014 in Wien schon einmal triumphiert, damals aber noch bei einem ATP-250er-Turnier. "Es ist eine großartige Stadt, ich hatte dort eine tolle Woche. Hoffentlich kann ich wieder einen guten Lauf haben", sagte Murray. "Natürlich ist es jetzt ein 500er-Event und das Feld wird stark sein, aber ich mag die Bedingungen. Ich hatte bisher ein gutes Jahr, und ich hoffe, es kann dort so weitergehen."

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