Sa, 18. November 2017

Kollision vermieden

14.09.2016 09:54

F16-Pilot hat Blackout: Software rettet sein Leben

Ein F16-Pilot der US Air Force verdankt sein Leben der Software seines Kampfjets. Als er bei einem Trainingsflug kurzzeitig das Bewusstsein verlor und abzustürzen drohte, griff das automatische System zur Kollisionsvermeidung "GCAS" ein und verhinderte in letzter Minute den Absturz des Kampfflugzeuges. Jetzt hat die US-Luftwaffe ein Video des Zwischenfalls freigegeben.

Das Filmmaterial wurde vom US-Luftfahrtmagazin "Aviation Week" veröffentlicht und zeigt die Momente, bevor die Software den Flieger stabilisiert und hochzieht.

Während der Pilot bei einem Testflug im Mai bewusstlos im Cockpit sitzt, startet sein Jet in den unkontrollierten Sinkflug. Man sieht zuerst Wolken, dann die Erde heranrasen, als sich im letzten Moment das System zur Kollisionsvermeidung zuschaltet.

Die Software namens Automatic Ground Collision Avoidance System, kurz "GCAS", erkennt, wenn sich ein Flieger unkontrolliert dem Boden nähert. Die Software errechnet, wie lang es noch bis zum endgültigen Absturz dauert - und steuert rechtzeitig dagegen, indem sie den Jet automatisch hoch zieht. Entwickelt wurde das System ursprünglich bei der US-Raumfahrtagentur NASA, es ist aber seit rund zwei Jahren auch in F16-Jets der Air Force im Einsatz.

Nachdem die Software den Jet hochgezogen hatte, erwachte der Pilot aus seinem Blackout. Er konnte die Kontrolle über das Flugzeug zurückgewinnen und es sicher landen. Dass er bei dem gefährlichen Zwischenfall nicht sein Leben verlor, verdankt er nicht etwa einem Schutzengel, sondern dem F16-Bordcomputer.

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