So, 22. Oktober 2017

Bedrohte Art

14.09.2016 09:14

Berggorilla-Baby im Bwindi Nationalpark geboren

Die Geburt des Jungtieres gibt Tierschützern Hoffnung, denn weltweit gibt es nur noch 880 Tiere dieser seltenen und akut vom Aussterben bedrohten Art.

Touristen, die nach Uganda reisen, um die seltenen Berggorillas in freier Wildbahn zu beobachten, dürfen sich freuen: Wie die Uganda Wildlife Authority (UWA) meldet, wurde im Bwindi Nationalpark im Südwesten des Landes vor kurzem ein Gorilla-Baby geboren.

Östlicher Gorilla ist stark gefährdet
Die Nachricht stimmt positiv, angesichts der akuten Bedrohung unter der sich die Primaten befinden. Erst am 4. September 2016 hatte die internationale Weltnaturschutzorganisation IUCN den Östlichen Gorilla, zu dem auch der Berggorilla zählt, in die höchste Gefährdungskategorie der Rote Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten gestuft.

Nachwuchs nur alle paar Jahre
Berggorillas leben in Gruppenverbänden von etwa zehn bis 20 Tieren. Die Gruppen werden von einem erwachsenen Männchen - dem Silberrücken - angeführt und bestehen aus mehreren Weibchen und den dazugehörigen Jungtieren. Seltener gehören noch andere Silberrücken der Gruppe an. Berggorilla-Weibchen bringen im Schnitt alle vier Jahre ein Baby zur Welt. Die Berggorillas im Bwindi Nationalpark bekommen sogar nur etwa alle fünf Jahre Nachwuchs.

Nur noch 880 Tiere weltweit
Laut WWF gibt es derzeit weltweit nur noch 880 Berggorillas. Der Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda schützt den Lebensraum von etwa 400 Individuen in 36 Gruppenverbänden, wovon 13 Gruppen habituiert sind.

Gorilla-Tracking: Nur acht Touristen täglich
Touristen können die sanften Riesen sowohl im Bwindi als auch im Mgahinga Nationalpark auf sogenannten Gorilla-Trackings beobachten. Pro Gorilla-Gruppe sind täglich acht Personen zugelassen. Diese begeben sich zusammen mit speziell ausgebildeten Rangern im Regenwald auf die Suche der seltenen Tiere. Dabei gehen Tracker vom Standort des Vortags aus und versuchen die Primaten anhand von Spuren zu lokalisieren. Ist die Gruppe gefunden, dürfen Besucher sie für etwa eine Stunde beobachten. Ein Erlebnis, das Reisende so schnell nicht vergessen!

Ein einmaliges Reise-Erlebnis
Für das Gorilla-Tracking erhebt die Uganda Wildlife Authority (UWA) je nach Saison pro Tourist eine Gebühr zwischen 350 und 600 US Dollar. Die Einnahmen aus dem Gorilla-Tourismus gehen zu 20 Prozent an die lokalen Gemeinden, um deren Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern und so zum Schutz der Primaten beizutragen.

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