Fr, 24. November 2017

Kann‘s nicht lassen!

12.09.2016 18:48

Boxer-Rüpel Tyson Fury sorgt wieder für Skandal!

Box-Weltmeister Tyson Fury hat erneut eine Kostprobe seiner unkonventionellen Methoden gegeben - und die Pressekonferenz mit Wladimir Klitschko in London einfach geschwänzt. Angeblich habe er eine Autopanne gehabt und sei dann in einen Stau geraten, teilte sein Management mit - was im Auditorium mit höhnischem Gelächter quittiert wurde. An den Wahrheitsgehalt der Entschuldigung glaubte niemand.

"Ich habe Geduld", erwiderte Klitschko. "Ob er mit dem Fahrrad kommt oder wie auch immer, Hauptsache er erscheint pünktlich zum Kampf." Das Duell mit dem 28-jährigen Briten findet am 29. Oktober in Manchester statt. Klitschko nahm die neuerlichen Eskapaden seines Rivalen gelassen hin. "Das haut mich nicht mehr um. Egal, was passieren wird, ich werde von nichts überrascht sein", meinte der 40-jährige Ukrainer. Der Ex-Weltmeister brennt auf das Duell. "Ich bin besessen, ihn eindrucksvoll zu besiegen und mir meine Gürtel zurückzuholen. Es ist kein Kampf, es ist eine Revanche. Ich wünsche mir den besten Fury im Ring", sagte er.

Fury-Onkel: "Tyson ist bester Schwergewichtler der Welt"
Furys Rolle auf dem Podium übernahm dessen Trainer und Onkel Peter Fury. "In Deutschland hat der Beste gewonnen", meinte er und erinnerte an den ersten Kampf am 29. Oktober 2015 in Düsseldorf. Damals verlor Klitschko überraschend nach Punkten und büßte seine WM-Gürtel ein. "In Manchester stehen die Chancen 50:50. Aber Tyson ist der beste Schwergewichtler der Welt", versicherte Peter Fury. Sein Neffe ist für seine unorthodoxen Auftritte und verbalen Ausfälle bekannt. Der 2,06 Meter große Champion hat in der Vergangenheit Minderheiten beleidigt, Homosexuelle beschimpft und sich als Antisemit präsentiert.

Neuauflage des Duells stand monatelang auf der Kippe
Ursprünglich sollte das Duell um die Gürtel von WBO, WBA und IBO am 9. Juli ausgetragen werden. Fury hatte den Kampf aber wegen einer angeblichen Knöchelverletzung verschieben lassen. Wenige Tage später war er während der Fußball-EM mit englischen Fans in einer französischen Bar feiernd und tanzend fotografiert worden. Monatelang hatte es Streit um den Kampfvertrag gegeben. Klitschko hatte vor wenigen Wochen gedroht: "Um meine eigenen Rechte zu schützen und den Rückkampf zu sichern, bin ich gezwungen, vor Gericht zu ziehen." Es sah zunächst so aus, als würde die Neuauflage platzen. Klitschkos Manager Bernd Bönte sprach von "absurden Forderungen".

Detail am Rande: Erst im November und damit nach dem Retourkampf gegen Klitschko muss sich Fury einer Anhörung der britischen Anti-Doping-Agentur stellen, um die gegen ihn erhobenen Doping-Anschuldigungen auszuräumen. Angeblich soll Fury vor 19 Monaten oder neun Monate vor seinem WM-Titelgewinn gegen Klitschko positiv auf Nandrolon getestet worden sein. Im Urin soll das anabole Steroid nachgewiesen worden sein, im gleichzeitigen Bluttest laut Fury aber nicht.

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