Sa, 25. November 2017

Streit beigelegt:

11.09.2016 21:12

„Turbo-Duo“ in der ÖVP rauft sich zusammen

"Ich sehe uns als ,Turbo-Duo´, das den Doppelpass gut spielen will und daraus möglichst viele Tore für unser Land erzielen will", schwärmt ÖVP-Landesvize Thomas Stelzer: Er hat sich jetzt mit Wirtschaftslandesrat Michael Strugl über die Rollenverteilung in der Zeit nach Pühringer zusammengerauft. Strugl verzichtet aufs Finanzressort, bleibt aber in der Landesregierung.

"Es wird der (künftige) Landeshauptmann Stelzer das Finanzressort übernehmen - und ich werde trotzdem bleiben und es fällt mir kein Stein aus der Krone deswegen", bringt Michael Strugl die Sache auf den Punkt. Damit macht er auch seine schon vor einigen Wochen "innerlich" getroffene Entscheidung, nach einem halben Leben in der Politik "in die Wirtschaft" zu wechseln, rückgängig.
Denn, erstens, Stelzer habe ihm einen klugen Vorschlag gemacht, der ihm das Bleiben ermögliche: ein starkes, um Forschung und Wissenschaft aufgewertetes Standortressort, "wie es sich die Wirtschaft gewünscht hat". Und eine Mitsprache bei den großen Linien der finanziellen Gestaltung im Land (Budget, mittelfristige Finanzplanung, Großinvestitionen). Strugl bekommt auch das Beteiligungsmanagement des Landes, wird also doch noch (indirekt) Chef über die Energie AG Oberösterreich, deren Generaldirektor er nach Leo Windtner gerne geworden wäre, wie man weiß.


Zweitens, so Strugl, habe ihn die Eskalation dieses Themas in den letzten  Wochen nachdenklich gemacht. Mit der Quintessenz, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt zum Gehen wäre.Politik ist kein  Solo-LaufThomas Stelzer zeigte sich bei der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag, bei der die gemeinsame Lösung präsentiert wurde, erleichtert über Strugls Bleiben: "Auch wenn ich das Finanzressort übernehmen will, weil ich es in der Führung und Gestaltung unseres Landes für ein wichtiges Werkzeug halte, weiß ich doch: Politik ist kein Solo-Lauf, sondern braucht ein starkes Team in der Gestaltung, gerade in einem so großen und bunten Land wie Oberösterreich."


Allerdings ist die Strugl-Stelzer-Lösung eine, die möglicherweise noch einige Jahre unumgesetzt in der Luft hängt, weil Pühringer noch einige Zeit Landeshauptmann bleibt. Auch am Sonntag ließ er sich nicht darauf festlegen, wann denn die Hofübergabe sein werde. "Es wird nicht in allernächster Zeit sein, aber auch nicht am Ende der Periode", so Pühringer.
Daher die Frage, wie denn gewährleistet sei, dass die jetzt gefundene Lösung auch bis zum "Tag X" halten werde: Ob es da einen Notariatsakt darüber geben werde? Das sei nicht nötig, meint Pühringer: "Das Wort eines ÖVP-Spitzenfunktionärs ist wie ein Notariatsakt", sagt der LH.

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